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Bombardier Aktie: BOND-Partnerschaft auf fünf Milliarden ausgebaut

Bombardier stockt Partnerschaft mit BOND auf fünf Milliarden Dollar auf und senkt parallel die Zinskosten durch eine Anleihenrefinanzierung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragsvolumen steigt auf fünf Milliarden
  • Global 8000 als neues Flaggschiff
  • Refinanzierung senkt Zinsbelastung
  • Servicegeschäft wächst um 25 Prozent

Der kanadische Geschäftsflugzeugbauer Bombardier hat seine Zusammenarbeit mit dem Anteilseigner-Anbieter BOND deutlich ausgeweitet – das Volumen steigt auf bis zu fünf Milliarden Dollar. Die Aktie reagiert verhalten: Sie notiert bei 268,60 kanadischen Dollar, rund 9,5 Prozent unter ihrem Mai-Hoch. Seit ihrem Tief vor einem Jahr hat sie sich aber mehr als verdreifacht.

BOND setzt auf die Global 8000

Die erweiterte Vereinbarung mit BOND, einem 2025 gestarteten Club für Bruchteilseigentum an Privatjets, umfasst mehrere Transaktionen. Vier neue Festbestellungen für Global-Familienjets sichern Auslieferungen im Jahr 2027. Zudem hat BOND 24 bestehende Optionen in Festbestellungen für das Flaggschiff Global 8000 umgewandelt.

Dieses Modell gilt seit der Concorde als schnellstes ziviles Flugzeug. Es erreicht Mach 0,95 und fliegt 8.000 nautische Meilen nonstop – eine Kombination, die besonders bei vermögenden Privatkunden auf hohe Nachfrage stößt. Die Aufstockung folgt auf eine erfolgreiche Investorenrunde bei BOND, an der sich unter anderem KKR beteiligte.

Strategische Refinanzierung

Parallel zur Auftragsexpansion treibt Bombardier die Sanierung seiner Bilanz voran. Das Unternehmen schließt Mitte Mai die Platzierung von 500 Millionen Dollar in 5,875-Prozent-Senior-Notes mit Fälligkeit 2035 ab. Die Erlöse dienen der Rücknahme von 750 Millionen Dollar höher verzinster Anleihen – der 7,50-Prozent-Senior-Notes aus dem Jahr 2029, die zu 103,750 Prozent des Nennwerts gekauft werden.

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Die Transaktion ist Teil einer breit angelegten Entschuldungsstrategie. Bombardier will Zinskosten senken und Laufzeiten verlängern. Analysten sehen darin einen weiteren Schritt zur finanziellen Stabilisierung.

Auftragsbuch und Ausblick

Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete Bombardier 1,6 Milliarden Dollar Umsatz und lieferte 24 Maschinen aus. Der Auftragsbestand liegt bei etwa 20,3 Milliarden Dollar. Das Servicegeschäft wuchs um 25 Prozent auf 617 Millionen Dollar – ein zentraler Pfeiler des Turnarounds.

Das Management hob die Prognose für den freien Cashflow im Gesamtjahr auf über eine Milliarde Dollar an. Grund sind die starke Nachfrage nach Wartungsleistungen und die wachsende Flotte. Mit der Zertifizierung der Global 8000 und dem Neubau eines 126.000 Quadratfuß großen Servicezentrums in Dorval (Eröffnung 2027) will Bombardier die Position im Langstreckensegment weiter ausbauen. Die niedrigeren Zinszahlungen aus der Refinanzierung dürften den Spielraum dafür zusätzlich vergrößern.

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