Bombardier schaltet einen Gang höher. Der kanadische Flugzeugbauer investiert massiv in Singapur und baut sein Geschäft mit Spezialmaschinen aus. Das Ziel ist klar: Höhere Margen durch Service und Luxus.
Großprojekt in Singapur
Bombardier verdoppelt seine Präsenz am Seletar Aerospace Park. Rund 78 Millionen US-Dollar fließen in einen neuen Standort mit rund 23.000 Quadratmetern Fläche. Der Bau beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Ab 2028 sollen dort Wartungen und Kabinenumbauten stattfinden. Mehr als 200 neue Fachkräfte verstärken dann das Team vor Ort. Bisher arbeiten dort 300 Angestellte. Die Kooperation mit dem Forschungszentrum A*STAR soll zudem KI-Lösungen in die Werkstätten bringen.
Medizinflieger für Deutschland
Die Verteidigungssparte meldet parallel dazu einen Erfolg. Die ADAC-Tochter Aero-Dienst hat eine zweite Challenger 650 bestellt. Die Maschine dient künftig als fliegende Intensivstation für weltweite Rückholflüge.
Vier Krankentragen finden in dem Jet Platz. Bombardier festigt damit seine Rolle auf dem deutschen Markt. Hier arbeitet der Konzern bereits mit über 150 lokalen Zulieferern zusammen.
Haute Couture über den Wolken
Für das zahlungskräftige Privatklientel setzt Bombardier auf Exklusivität. In Monaco präsentierte das Unternehmen ein neues Kabinendesign für das Flaggschiff Global 8000. Entworfen hat es das Modehaus Elie Saab.
Diese Ausstattung ist ab sofort als offizielle Option für Kunden verfügbar. Bombardier will sich so im Wettbewerb der Ultra-Langstreckenjets abheben. Das Modell flog zuletzt in Rekordzeit von Montreal nach Nizza.
Die Strategie zielt auf das lukrative Aftermarket-Geschäft ab. Bis 2028 erwartet das Management deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis.
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