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Boeing Aktie: Weg frei für die Wende

Boeing hat eine vorläufige Tarifeinigung erzielt, die Produktionsausfälle verhindert und die Erholung des Konzerns stützt. Analysten sehen Aufwärtspotenzial für die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorläufige Tarifeinigung im Werk Wichita
  • Produktion der 737 MAX gesichert
  • Aktie nähert sich 52-Wochen-Hoch
  • Analysten bestätigen positives Rating

Der US-Flugzeugbauer Boeing arbeitet mit Hochdruck an seinem Comeback und scheint nun ein kritisches Hindernis aus dem Weg geräumt zu haben. Nach der Übernahme des Zulieferers Spirit AeroSystems drohten Arbeitskämpfe im wichtigen Werk in Wichita die Produktion zu gefährden. Eine vorläufige Einigung mit der Gewerkschaft sorgt jetzt für Aufatmen an der Börse und stützt die Hoffnung auf ein stabiles Geschäftsjahr 2026.

Einigung in Wichita sichert Produktion

Boeing hat einen entscheidenden Schritt bei der Integration der kürzlich für 4,7 Milliarden Dollar erworbenen Spirit AeroSystems gemacht. Das Unternehmen verkündete am Freitag eine vorläufige Einigung mit der Gewerkschaft SPEEA, die rund 1.600 technische Angestellte im Werk in Kansas vertritt. Dieser Standort ist für Boeing essenziell, da hier die Rümpfe für den Verkaufsschlager 737 MAX gefertigt werden.

Der ausgehandelte Vertrag sieht deutliche Verbesserungen für die Belegschaft vor, um Streiks zu vermeiden. Das Paket beinhaltet unter anderem einen Ratifizierungsbonus von 6.000 US-Dollar pro Mitarbeiter sowie eine garantierte Lohnerhöhung von 20 Prozent über einen Zeitraum von 58 Monaten. Sollten die Mitglieder dem Vorschlag zustimmen, wäre dies der erste große Arbeitsvertrag unter CEO Kelly Ortberg und ein wichtiges Signal für operative Stabilität.

Analysten sehen Aufwärtstrend

Der Markt reagierte positiv auf die Nachrichten, da das Risiko von Lieferkettenunterbrechungen bei der 737 MAX deutlich sinkt. Die Aktie notiert aktuell bei 247,74 USD und damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch. Technisch betrachtet testet das Papier damit einen wichtigen Widerstandsbereich.

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Rückenwind erhält der Konzern auch von Analystenseite. Die Experten von RBC bestätigten ihr „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 250 USD. Diese Einschätzung deckt sich mit den fundamentalen Daten: 2025 gelang es Boeing erstmals seit 2018 wieder, den Rivalen Airbus bei den Verkaufszahlen zu überholen (1.173 Nettoaufträge gegenüber 889 bei Airbus). Zudem hat die US-Luftfahrtbehörde FAA grünes Licht für eine Produktionssteigerung auf 42 Jets pro Monat für das 737-MAX-Programm im Jahr 2026 gegeben.

Blick auf die Zahlen

Die finanzielle Erholung spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Während der Konzern auf 12-Monats-Sicht ein Kursplus von über 51 Prozent verzeichnet, zeigen die operativen Zahlen noch die Spuren der vergangenen Krisen. Mit einem Nettoverlust von über 10 Milliarden Dollar in den letzten zwölf Monaten bleibt die Rückkehr zur Profitabilität das vorrangige Ziel. Die Marktkapitalisierung von rund 194 Milliarden Dollar zeigt jedoch, dass Investoren das Vertrauen in die Sanierungsstrategie zurückgewonnen haben.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf zwei konkrete Termine: Am 27. Januar 2026 veröffentlicht Boeing seine Quartalszahlen, die Aufschluss über den Free Cash Flow und die finanziellen Auswirkungen der Spirit-Integration geben werden. Nur drei Tage später, am 30. Januar, entscheidet die Abstimmung der Gewerkschaftsmitglieder endgültig darüber, ob die Produktion im ersten Quartal wie geplant hochgefahren werden kann.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.