Boeing startet mit deutlichem Rückenwind ins Börsenjahr 2026. Mehrere milliardenschwere Rüstungsaufträge sorgen für neue Planungssicherheit – und haben die Aktie in kurzer Zeit kräftig nach oben gezogen. Im Zentrum steht dabei weniger das angeschlagene Passagierflugzeug-Geschäft, sondern klar das Defense-Segment.
Kurssprung dank Rückenwind aus dem Defense-Geschäft
Zum Wochenschluss legte der Titel am Freitag um rund 4,5 % auf 226,97 US-Dollar zu und markierte zugleich ein neues 52‑Wochen-Hoch. Auf 30-Tage-Sicht summiert sich das Plus auf gut 30 %, womit der Kurs deutlich über allen wichtigen Durchschnittslinien notiert und die kurzfristige Aufwärtsbewegung unterstreicht.
Auslöser der jüngsten Rally sind bestätigte Rüstungsaufträge im Umfang von mehr als 11 Milliarden US‑Dollar. Sie verbessern die Visibilität der künftigen Einnahmen im Bereich Defense, Space & Security und verschieben den Fokus der Anleger weg von den Problemen im zivilen Flugzeugbau hin zu stabileren Cashflows.
Über 11 Milliarden US-Dollar neue Aufträge
Herzstück des Nachrichtenpakets sind zwei große Verträge mit den USA und internationalen Partnern:
F-15IA-Geschäft mit Israel (8,6 Mrd. US‑Dollar): Das US-Verteidigungsministerium hat einen umfangreichen Foreign-Military-Sales-Deal für 25 neue F‑15IA-Jets freigegeben. Optionen für weitere 25 Maschinen sind Teil der Vereinbarung. Das sichert die Auslastung der F‑15-Produktionslinie über mehrere Jahre.
Apache-Support für die US-Armee (2,73 Mrd. US‑Dollar): Zusätzlich erhält Boeing einen Festpreisvertrag für Unterstützungsleistungen an der AH‑64‑Apache-Flotte. Die Vereinbarung läuft bis 2030 und verspricht margenstarke Serviceumsätze für die kommenden vier Jahre.
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Marktbeobachter werten diese Kombination aus Neuproduktion und langfristigem Servicegeschäft als wichtiges Signal: Der militärische Bereich stabilisiert das Gesamtunternehmen in einer Phase, in der die zivile Sparte noch mit Nachwehen früherer Produktionsprobleme ringt.
Strategische Verstärkung im Wachstumsmarkt Nahost
Parallel zu den Auftragsmeldungen baut Boeing seine Präsenz in einer Schlüsselfregion aus. Zum Januar 2026 übernimmt Fahad Al Mheiri die Rolle des Vice President für den Nahen Osten, die Golfregion und Nordafrika.
Von Dubai aus soll er die strategischen Partnerschaften in der Region steuern. Hintergrund ist der wachsende Flugzeugbedarf großer Airlines wie Qatar Airways und Emirates. Die neue Struktur soll helfen, die eigene Position gegenüber Rivalen wie Airbus zu festigen und den Auftragsbestand im zivilen Geschäft weiter auszubauen.
Zahlen, Bewertung und technisches Bild
Operativ hat Boeing im Jahresverlauf 2025 noch deutliche Spuren der Krise gezeigt: Im dritten Quartal fiel ein Verlust von 7,47 US‑Dollar je Aktie an. Gleichzeitig überraschte der Konzern aber auf der Umsatzseite positiv. Die Erlöse im zuletzt berichteten Quartal lagen bei 23,27 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 30 % gegenüber dem Vorjahr und über den Markterwartungen.
An der Börse überwiegt aktuell der Blick nach vorn. Die bestätigten Backlogs aus den F‑15‑ und Apache-Programmen geben Investoren mehr Sicherheit in Bezug auf die künftige Mittelzuflüsse. Charttechnisch hat die Aktie mit dem Ausbruch über die Zone um 227 US‑Dollar ein frisches Kaufsignal geliefert; technische Analysten sehen die nächsten Widerstände im Bereich von 240 bis 245 US‑Dollar.
Während die zivile Luftfahrtproduktion schrittweise wieder hochgefahren wird, fungiert die Verteidigungssparte derzeit als Haupttreiber der kurzfristigen Kursdynamik. Der klare Ausbruch auf hohem Handelsvolumen signalisiert, dass der Markt für 2026 ein deutlich stärkeres Jahr für Boeing einpreist – getragen vor allem von stabilen Rüstungsaufträgen und einer sich erholenden Umsatzbasis.
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