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Boeing Aktie: United Airlines setzt Zeichen

United Airlines wechselt zu größeren Boeing 787-10 Dreamlinern, während der Konzern Milliardenaufträge im Verteidigungsgeschäft erhält. Analysten sehen Boeing als Top-Aktie für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • United Airlines ordert größere Dreamliner-Variante
  • Milliardenaufträge für Verteidigungssparte gesichert
  • Analysten küren Boeing zum Top Pick 2026
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch

Boeing hat am Wochenende wichtige Erfolge verbucht – sowohl im zivilen als auch im militärischen Geschäft. United Airlines modifizierte eine Großbestellung zugunsten größerer Maschinen, während die US-Regierung dem Konzern Aufträge über Milliarden Dollar erteilte. Die Entwicklungen bestätigen die optimistischen Einschätzungen von Analysten, die Boeing kürzlich zum „Top Pick“ ernannt hatten.

Strategie mit Signalwirkung

Am 17. Januar gab United Airlines bekannt, eine bestehende Order zu ändern: 56 bestellte Boeing 787-9 Dreamliner werden nun durch das größere Modell 787-10 ersetzt. Der Hintergrund ist betriebswirtschaftlich: Die 787-10 bietet Platz für rund 336 Passagiere statt 296 im kleineren Modell. Für United bedeutet das mehr Kapazität pro Flughafen-Slot – ein Vorteil angesichts überlasteter Drehkreuze und des Mangels an Fluglotsen.

Die Umstellung zeigt, dass Fluggesellschaften 2026 auf Effizienz setzen. Für Boeing bedeutet sie höhere Einnahmen pro ausgelieferter Maschine, da die 787-10 teurer ist als die kleinere Variante.

Verteidigungsaufträge im Milliardenbereich

Parallel sicherte sich Boeings Rüstungssparte neue Verträge. Die US-Armee vergab eine Auftragsmodifikation über 118,85 Millionen Dollar. Deutlich gewichtiger ist die Beteiligung an einem Rahmenvertrag der Defense Microelectronics Activity (DMEA) mit einem Gesamtvolumen von 25,36 Milliarden Dollar. Boeing teilt sich diesen Auftrag zwar mit anderen Anbietern, partizipiert aber langfristig an den Einnahmen aus spezialisierten Elektronikdienstleistungen.

Zudem lieferte Boeing am 16. Januar den zweiten T-7A Red Hawk Trainingsjet an die US Air Force aus – ein Fortschritt in einem Programm, das für die künftige Pilotenausbildung zentral ist.

Rückenwind von der Wall Street

Die Nachrichten fügen sich in ein positives Bild. Bernstein Research hatte Boeing am 15. Januar zum „Top Pick“ für 2026 erklärt und das Kursziel auf 298 Dollar angehoben. Die Argumentation: Das Angebot an neuen Flugzeugen bleibt knapp, die Nachfrage hoch – das verschafft Herstellern Preissetzungsmacht.

Die Zahlen für 2025 stützen diese These. Boeing verzeichnete erstmals seit 2018 mehr Nettobestellungen als Airbus: über 1.170 gegenüber rund 889. Zwar lieferte Airbus insgesamt mehr Maschinen aus, doch das Bestellvolumen signalisiert wiederkehrendes Vertrauen bei großen Airlines.

Mit einem aktuellen Kurs von 247,68 Dollar notiert die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 247,74 Dollar. Auf Monatssicht legte der Titel um über 40 Prozent zu.

Blick nach vorn

Analysten erwarten, dass Boeing die hohen Auftragseingänge ab 2027/2028 in deutlich verbesserten Cashflow umwandeln kann – vorausgesetzt, die Auslieferungsraten normalisieren sich und Altlasten im Rüstungsbereich werden abgebaut. Die Wall Street bewertet die Aktie im Konsens mit „Strong Buy“, das mittlere Kursziel liegt bei 260 Dollar. In der kommenden Handelswoche dürfte der Markt die Implikationen der United-Bestellung und der Verteidigungsverträge einpreisen. Die Marke von 250 Dollar rückt in greifbare Nähe.

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