Boeing startet mit Rückenwind in die neue Woche. Ein milliardenschwerer Auftrag von EVA Airways stützt den Kurs und rückt die operative Erholung erneut in den Fokus. Die Aktie legte am letzten Handelstag um 4,91 % auf 227,77 US‑Dollar zu und nähert sich damit wieder dem 52‑Wochen-Hoch bei 242,69 US‑Dollar.
EVA Airways stärkt Langstreckenflotte
Auslöser für die jüngste Kursstärke ist ein finalisierter Vertragsabschluss mit EVA Airways aus Taiwan. Die Fluggesellschaft bestellt vier zusätzliche Boeing 787‑9 Dreamliner im Volumen von bis zu 1,94 Milliarden US‑Dollar auf Basis der Listenpreise.
Der Deal umfasst im Kern:
- Kauf von 4 Boeing 787‑9 zur Unterstützung des Langstreckenausbaus
- Verlängerung der Leasingverträge für 4 bestehende Boeing 777‑300ER
- Kabinenmodernisierung der 777‑Flotte
Die Vereinbarung kommt in einer Phase, in der Boeing seine Produktionsraten stabilisiert. Dass eine große asiatische Airline ihre Langstreckenflotte weiter auf Boeing ausrichtet, wird am Markt als Vertrauenssignal in die Programme 787 und 777 gewertet.
Institutionelle Ströme und Analystenblick
Auch auf Investorenseite ist Bewegung zu sehen. Laut jüngsten Meldungen hat GAM Holding AG eine neue Position aufgebaut und 8.199 Boeing-Aktien im Gegenwert von rund 1,77 Millionen US‑Dollar erworben. Im Gegenzug hat U.S. Global Investors Inc. seine Beteiligung um etwa 11.600 Aktien reduziert.
Unterm Strich bleibt die Analystenstimmung positiv. Tigress Financial bestätigte jüngst ein „Buy“-Rating und setzte das Kursziel auf 275 US‑Dollar. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht das einem Aufwärtspotenzial von knapp 21 %.
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Fortschritte beim operativen Umbau
Operativ treibt Boeing die Konsolidierung seiner Lieferkette voran. Nach dem Abschluss der Übernahme von Spirit AeroSystems im Dezember 2025 wird die Fertigungstiefe für zentrale Programme wieder stärker ins eigene Haus geholt.
Im Fokus stehen dabei vor allem:
- die Stabilisierung der Lieferkette für die 737 MAX
- effizientere Abläufe im 787‑Programm
- Abbau von Qualitätsengpässen, die in der Vergangenheit zu Verzögerungen bei Auslieferungen geführt hatten
Die Integration von Spirit AeroSystems soll diese Engpässe schrittweise entschärfen und die Planbarkeit der Produktion verbessern.
Blick auf Zahlen und Charttechnik
Der Markt richtet den Blick nun auf den nächsten Quartalsbericht, der für den 4. Februar 2026 angesetzt ist. Entscheidend werden dabei vor allem drei Punkte sein:
- Ausblick auf den freien Cashflow im Jahr 2026
- Fortschritt bei den Auslieferungsraten der 737 MAX
- aktualisierte Zeitpläne für die Zulassung und den Hochlauf des 777X-Programms
Aus technischer Sicht befindet sich die Boeing-Aktie in einem bestätigten kurzfristigen Aufwärtstrend. Notierungen im Bereich um 227 US‑Dollar legen nahe, dass die Marke von 230 US‑Dollar als nächster Widerstand fungiert. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darüber, rückt das Jahreshoch bei 242 US‑Dollar als nächstes Kursziel in den Vordergrund, während der Quartalsbericht im Februar den nächsten großen Belastungstest für den laufenden Trend darstellen dürfte.
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