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Boeing Aktie: Milliarden-Deals fixiert

Der US-Flugzeugbauer Boeing sichert sich Großaufträge aus Vietnam im Wert von über 30 Milliarden US-Dollar und erhält die finale Genehmigung für die Übernahme von Spirit AeroSystems.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vietnam Airlines bestellt erstmals 50 Boeing 737-8 Jets
  • Sun PhuQuoc Airways ordert bis zu 40 Dreamliner 787-9
  • US-Handelskommission genehmigt Übernahme von Spirit AeroSystems
  • Aufträge sichern langfristige Produktionsauslastung bis 2032

Boeing meldet sich eindrucksvoll zurück. Der US-Flugzeugbauer konnte nicht nur massive Bestellungen aus Vietnam sichern, sondern auch eine entscheidende regulatorische Hürde bei der Übernahme von Spirit AeroSystems nehmen. Während der europäische Konkurrent Airbus mit Lieferkettenproblemen kämpft, füllen sich in Seattle die Auftragsbücher für das kommende Jahrzehnt.

Großaufträge aus Vietnam

Im Rahmen eines diplomatischen Besuchs in Washington, D.C. unterzeichneten zwei vietnamesische Fluggesellschaften Verträge über fast 100 Jets. Vietnam Airlines bestellte 50 Maschinen des Typs Boeing 737-8 (MAX). Dies ist ein strategisch wichtiger Schritt, da die nationale Fluggesellschaft damit erstmals Standardrumpf-Flugzeuge (Single-Aisle) des US-Herstellers orderte. Das Auftragsvolumen beläuft sich nach Listenpreisen von 2025 auf rund 8 Milliarden US-Dollar.

Noch gewichtiger wiegt der Abschluss mit der neuen Fluggesellschaft Sun PhuQuoc Airways. Diese unterzeichnete eine Vereinbarung über bis zu 40 Boeing 787-9 Dreamliner. Mit einem geschätzten Wert von bis zu 22,5 Milliarden US-Dollar handelt es sich um die größte Bestellung von Großraumflugzeugen in der Geschichte Vietnams. Beide Airlines nannten die operative Effizienz und die Reduzierung von Treibstoffverbrauch und Emissionen um 20 bis 25 Prozent als Hauptgründe für die Flottenentscheidung.

Grünes Licht für Spirit-Übernahme

Neben den vertrieblichen Erfolgen gelang Boeing auch auf Unternehmensebene ein Durchbruch. Die US-Handelskommission FTC hat am 17. Februar 2026 die Übernahme des Zulieferers Spirit AeroSystems final genehmigt.

Die Behörde knüpfte ihre Zustimmung jedoch an strenge Auflagen, um den Wettbewerb in der Luftfahrt-Lieferkette zu sichern. So muss Boeing bestimmte Vermögenswerte von Spirit veräußern und garantieren, dass der Zulieferer weiterhin auch konkurrierende Hersteller von Militärflugzeugen bedient. Damit endet ein monatelanger Prüfprozess, der für die vertikale Integration der Boeing-Produktion essenziell ist.

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Wettbewerb und Marktreaktion

Der Zeitpunkt dieser Nachrichten ist für Boeing günstig. Während der US-Konzern seinen Auftragsbestand festigt, muss Airbus Berichten zufolge seine Produktionsziele für die A320-Serie im Jahr 2027 aufgrund von Engpässen bei Triebwerken senken.

Am Markt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen. Die Boeing-Aktie notiert aktuell bei 203,95 Euro und verzeichnet auf Jahressicht ein Plus von über 14 Prozent. Analysten bewerten den vietnamesischen Markt als hochattraktiv, da sich das Passagieraufkommen dort innerhalb von zehn Jahren auf über 75 Millionen jährlich verdoppeln soll.

Die Auslieferung der neuen Jets ist für den Zeitraum zwischen 2030 und 2032 terminiert, was Boeing eine langfristige Auslastung der Produktionslinien sichert.

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Diskussion zu Boeing

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

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