Boeing meldet sich eindrucksvoll zurück. Der US-Flugzeugbauer konnte nicht nur massive Bestellungen aus Vietnam sichern, sondern auch eine entscheidende regulatorische Hürde bei der Übernahme von Spirit AeroSystems nehmen. Während der europäische Konkurrent Airbus mit Lieferkettenproblemen kämpft, füllen sich in Seattle die Auftragsbücher für das kommende Jahrzehnt.
Großaufträge aus Vietnam
Im Rahmen eines diplomatischen Besuchs in Washington, D.C. unterzeichneten zwei vietnamesische Fluggesellschaften Verträge über fast 100 Jets. Vietnam Airlines bestellte 50 Maschinen des Typs Boeing 737-8 (MAX). Dies ist ein strategisch wichtiger Schritt, da die nationale Fluggesellschaft damit erstmals Standardrumpf-Flugzeuge (Single-Aisle) des US-Herstellers orderte. Das Auftragsvolumen beläuft sich nach Listenpreisen von 2025 auf rund 8 Milliarden US-Dollar.
Noch gewichtiger wiegt der Abschluss mit der neuen Fluggesellschaft Sun PhuQuoc Airways. Diese unterzeichnete eine Vereinbarung über bis zu 40 Boeing 787-9 Dreamliner. Mit einem geschätzten Wert von bis zu 22,5 Milliarden US-Dollar handelt es sich um die größte Bestellung von Großraumflugzeugen in der Geschichte Vietnams. Beide Airlines nannten die operative Effizienz und die Reduzierung von Treibstoffverbrauch und Emissionen um 20 bis 25 Prozent als Hauptgründe für die Flottenentscheidung.
Grünes Licht für Spirit-Übernahme
Neben den vertrieblichen Erfolgen gelang Boeing auch auf Unternehmensebene ein Durchbruch. Die US-Handelskommission FTC hat am 17. Februar 2026 die Übernahme des Zulieferers Spirit AeroSystems final genehmigt.
Die Behörde knüpfte ihre Zustimmung jedoch an strenge Auflagen, um den Wettbewerb in der Luftfahrt-Lieferkette zu sichern. So muss Boeing bestimmte Vermögenswerte von Spirit veräußern und garantieren, dass der Zulieferer weiterhin auch konkurrierende Hersteller von Militärflugzeugen bedient. Damit endet ein monatelanger Prüfprozess, der für die vertikale Integration der Boeing-Produktion essenziell ist.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Boeing?
Wettbewerb und Marktreaktion
Der Zeitpunkt dieser Nachrichten ist für Boeing günstig. Während der US-Konzern seinen Auftragsbestand festigt, muss Airbus Berichten zufolge seine Produktionsziele für die A320-Serie im Jahr 2027 aufgrund von Engpässen bei Triebwerken senken.
Am Markt wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen. Die Boeing-Aktie notiert aktuell bei 203,95 Euro und verzeichnet auf Jahressicht ein Plus von über 14 Prozent. Analysten bewerten den vietnamesischen Markt als hochattraktiv, da sich das Passagieraufkommen dort innerhalb von zehn Jahren auf über 75 Millionen jährlich verdoppeln soll.
Die Auslieferung der neuen Jets ist für den Zeitraum zwischen 2030 und 2032 terminiert, was Boeing eine langfristige Auslastung der Produktionslinien sichert.
Boeing-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Boeing-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Boeing-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Boeing-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Boeing: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
