Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough läuft es für Boeing rund. Der Flugzeugbauer meldet heute gleich zwei Großaufträge binnen weniger Stunden — und die Investmentbank Jefferies bekräftigt parallel ihre Kaufempfehlung für die Aktie.
Den größten Coup landet Boeing mit SMBC Aviation Capital. Der Leasingriese bestellt 100 Maschinen der 737-MAX-Familie, darunter 60 Exemplare der Langversion 737-10 und 40 der 737-8. Für SMBC ist es die erste Order der 737-10 überhaupt — und zugleich die größte Einzelbestellung dieses Modells durch einen Leasinganbieter. Damit wächst das SMBC-Portfolio an eigenen, verwalteten und zugesagten 737-MAX-Jets auf 450 Maschinen. Boeing verweist auf die Wirtschaftlichkeit der 737-10: Bei bis zu 230 Sitzplätzen und einer Reichweite von 3.100 nautischen Meilen soll sie die besten Kosten pro Sitz unter den Einstrahltriebwerk-Jets bieten.
Riyadh Air zieht Kaufoptionen
Auch die saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air bleibt Boeing treu. Aus einer früheren Bestellung zieht sie Kaufoptionen für 28 weitere Großraumjets vom Typ 787 Dreamliner, davon 20 in der Langversion 787-10. Parallel bestellte Riyadh Air bei Airbus sechs zusätzliche A350-1000 — insgesamt kommt die Airline damit auf 31 fest bestellte Maschinen dieses Airbus-Typs. Der Auftragsreigen in Farnborough unterstreicht, dass beide Hersteller derzeit von robuster Nachfrage nach Großraumjets profitieren.
Die operative Stärke zeigt sich auch in den Zahlen: Boeing übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen bei den Auslieferungen deutlich. Jefferies bestätigt daraufhin sein Kursziel von 295 US-Dollar und bleibt bei der Kaufempfehlung. Die Boeing-Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit einem Plus von 1,04 Prozent auf 216,30 Dollar.
Mit den frischen Bestellungen wächst der Rückstand der 737 MAX weiter. Leasinggesellschaften allein haben mittlerweile mehr als 1.450 Maschinen des Typs geordert — ein Fünftel des gesamten Auftragsbestands für die Baureihe. Für Boeing bedeutet das: Die Produktionsbänder müssen mit der Nachfrage Schritt halten, während die Messe in Farnborough noch bis Ende der Woche läuft.
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