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Symbolbild, KI-generiert

Boeing Aktie: Fehlende Tragkraft?

Boeing kämpft mit Produktionsausfällen durch Streiks und gemischten Lieferzahlen. Während neue Aufträge Hoffnung machen, bleiben juristische Altlasten bestehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Streik legt Produktion von Militär- und Zivilflugzeugen lahm
  • Lieferzahlen im Juli zeigen deutlichen Rückgang
  • Neue Aufträge von SpiceJet als positives Signal
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch

Boeing steckt in der Zwickmühle: Während ein wochenlanger Streik die Produktion wichtiger Militär- und Zivilflugzeuge lahmlegt, zeigen die jüngsten Lieferzahlen ein gemischtes Bild. Kann der Luftfahrtkonzern die Krise meistern oder droht ein weiterer Rückschlag?

Machtkampf mit Folgen

Seit über einer Woche legen rund 3.200 Boeing-Mitarbeiter in drei Werken nahe St. Louis die Arbeit nieder. Der Streik trifft die Produktion von Schlüsselprodukten wie der Kampfjets F/A-18 Super Hornet und F-15 Eagle sowie der Drohne MQ-25 Stingray ins Mark. Besonders brisant: Auch Komponenten für das zivile Modell 777X bleiben liegen – ein weiterer Dämpfer für die ohnehin unter Druck stehende Fertigungskette. Die Märkte reagieren nervös, nachdem die Belegschaft bereits zwei Vertragsangebote der Führung abgelehnt hat.

Lieferzahlen mit Licht und Schatten

Die jüngsten Daten zeigen ein widersprüchliches Bild: Zwar lieferte Boeing im Juli 48 Flugzeuge aus – mehr als im Vorjahresmonat. Doch gegenüber Juni bedeutet das einen Einbruch um 20%. Der europäische Rivale Airbus liegt mit 67 Auslieferungen klar vorn.

Besonders eng wird es beim 737-MAX-Programm: Mit 37 ausgelieferten Jets operiert Boeing knapp unter der von der FAA verhängten Produktionsobergrenze. Diese bleibt eine direkte Folge der Qualitätsprobleme nach dem Türstopper-Vorfall im Januar 2024.

Neue Aufträge vs. alte Probleme

Trotz der Produktionsprobleme gibt es auch positive Signale: Die indische Fluggesellschaft SpiceJet least fünf zusätzliche Boeing 737, was die geplanten Neuzugänge auf zehn Maschinen erhöht. Doch parallel halten die juristischen Altlasten den Konzern in Atem: Eine neue Klage im Zusammenhang mit dem tödlichen Air-India-Absturz vom 12. Juni wirft erneut Fragen zur Sicherheit des betroffenen 787 Dreamliners auf.

Die Aktie notiert derzeit bei rund 198 Euro – deutlich unter dem Jahreshoch von 203,95 Euro, aber immer noch fast 60% über dem 52-Wochen-Tief. Ob Boeing die aktuelle Krise als Chance für einen Neustart nutzen kann, bleibt angesichts der vielfältigen Herausforderungen fraglich.

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