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Boeing Aktie: Export-Boom bestätigt

Boeing erzielt staatlich unterstützte Exporte von 215 Mrd. USD und treibt die Aktie auf ein 52-Wochen-Hoch. Die Erwartungen vor den Quartalszahlen am 27. Januar sind hoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Exportvolumen erreicht Rekordniveau von 215 Mrd. USD
  • Aktie notiert direkt am 52-Wochen-Hoch
  • Neue Großaufträge von Qatar Airways und Ethiopian Airlines
  • Erfolgreiche Zertifizierung für Drohnenprogramm der US Navy

Boeing markiert aktuell neue Höchststände und scheint die operativen Probleme der Vergangenheit zunehmend hinter sich zu lassen. Kurz vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen liefern Daten aus Washington nun den fundamentalen Beweis für die wiederkehrende Stärke des Konzerns. Das US-Handelsministerium beziffert das Exportvolumen auf ein Rekordniveau – ein klares Signal an Investoren, dass die globale Nachfrage ungebrochen ist.

215 Milliarden US-Dollar Volumen

Im Zentrum der aktuellen positiven Stimmung steht ein Bericht des US-Handelsministeriums vom heutigen Freitag. Die Daten zeigen, dass sich die staatlich unterstützten Auslandsaufträge der USA im Jahr 2025 auf 244 Milliarden US-Dollar fast verdreifacht haben. Der entscheidende Faktor dabei ist Boeing: Auf den Flugzeugbauer entfallen allein 215 Milliarden US-Dollar dieses Volumens.

Hintergrund dieser massiven Summe ist vor allem der Rekorddeal mit Qatar Airways für 787- und 777X-Jets. Für den Markt ist diese Zahl von hoher Relevanz, da sie bestätigt, dass Boeing frühere Lieferengpässe überwunden hat und die Produktion wieder auf Hochtouren läuft. Die Aktie reagierte entsprechend positiv und notiert mit 251,41 US-Dollar direkt am 52-Wochen-Hoch.

Operative Erfolge im Detail

Untermauert wird das positive Bild durch weitere konkrete Abschlüsse. Ethiopian Airlines hat offiziell den Kauf von neun zusätzlichen Boeing 787-9 Dreamlinern bestätigt, die zwischen 2031 und 2033 ausgeliefert werden sollen. Dieser Auftrag sichert die Auslastung der Produktionslinien langfristig ab.

Auch abseits der zivilen Luftfahrt gibt es Fortschritte. In der Verteidigungssparte (Defense, Space & Security) erreichte Boeing gemeinsam mit Seco USA eine wichtige Zertifizierung für die MQ-25A Stingray. Die erfolgreiche Abnahme der Steuerungssysteme für diese unbemannte Tankdrohne sichert den weiteren Einnahmestrom aus diesem prestigeträchtigen Regierungsprogramm der US Navy.

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Spannung vor den Zahlen

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Dienstag, den 27. Januar 2026. Analysten erwarten für das vierte Quartal einen massiven operativen Turnaround. Der Umsatz soll um rund 46 Prozent auf 22,25 Milliarden US-Dollar springen, während sich der Verlust pro Aktie voraussichtlich deutlich auf 0,45 US-Dollar verringern wird (Vorjahr: -5,90 US-Dollar).

Investmentbanken wie Jefferies und UBS haben ihre Kaufempfehlungen bestätigt, wobei das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit rund 262 US-Dollar noch leichtes Aufwärtspotenzial signalisiert.

Mit dem massiven Auftragsbestand im Rücken hat sich die fundamentale Lage für Boeing spürbar aufgehellt. Ob der Konzern diese Vorlage auch in die erwartete Rückkehr zur Profitabilität ummünzen kann, wird die Bilanzvorlage in der kommenden Woche zeigen. Gelingt der operative Befreiungsschlag, wäre das aktuelle Kursniveau fundamental gut abgesichert.

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