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Symbolbild, KI-generiert

Boeing Aktie: Erster Gewinn seit sechs Jahren

Boeing schließt 2025 dank Verkaufserlös mit Gewinn ab, doch das operative Kerngeschäft mit Verkehrsflugzeugen bleibt defizitär. Die Aktie verliert trotz Rekordumsatz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn nach sechsjähriger Verlustphase
  • Rekordumsatz durch 600 ausgelieferte Jets
  • Kerngeschäft weiterhin mit operativen Verlusten
  • Aktienkurs fällt trotz positiver Zahlen

Boeing hat erstmals seit 2018 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich steht für 2025 ein Gewinn von 2,2 Milliarden US-Dollar – nach einem Verlust von 11,8 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der entscheidende Faktor: Der Verkauf des Geschäfts mit digitalen Dienstleistungen an die Software-Investmentfirma Thoma Bravo spülte 9,6 Milliarden Dollar in die Kasse.

Doch die Zahlen erzählen noch eine andere Geschichte. Der Umsatz schoss im Gesamtjahr um satte 34 Prozent auf 89,5 Milliarden Dollar nach oben – der höchste Wert seit 2018. Verantwortlich dafür waren 600 ausgelieferte Verkehrsflugzeuge, ebenfalls ein Rekord seit sechs Jahren. Allein im vierten Quartal kletterte der Erlös um 57 Prozent auf 23,9 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 22,6 Milliarden deutlich.

Operativ noch nicht über den Berg

Die Details offenbaren jedoch die anhaltende Schwäche im Kerngeschäft. Während die Rüstungs- und Raumfahrtsparte ihre operativen Verluste eindämmen konnte, schreibt das wichtige Geschäft mit Passagier- und Frachtjets weiterhin tiefrote Zahlen. Ohne den Milliardengewinn aus dem Verkauf sähe die Bilanz deutlich weniger rosig aus.

Immerhin: Der operative Cashflow drehte im vierten Quartal mit 1,3 Milliarden Dollar ins Plus, nachdem ein Jahr zuvor noch 3,45 Milliarden abgeflossen waren. Für das Gesamtjahr steht ein positiver Cashflow von 1,1 Milliarden Dollar zu Buche – nach einem dramatischen Abfluss von 12,1 Milliarden im Vorjahr.

Spirit-Übernahme als Neuanfang?

Im Dezember vollzog Boeing die Übernahme von Spirit AeroSystems – ein klares Signal für mehr Kontrolle über die Produktionskette. CEO Kelly Ortberg sieht darin einen Grundstein für Sicherheit, Qualität und Produktionsstabilität. „Wir haben 2025 bedeutende Fortschritte gemacht und die Grundlage gelegt, um die Dynamik beizubehalten“, betonte Ortberg.

Der Auftragsbestand schwoll auf ein Rekordniveau von 682 Milliarden Dollar an, darunter über 6.100 bestellte Verkehrsflugzeuge. Allein 2025 gingen 1.173 Netto-Bestellungen für Passagiermaschinen ein.

Warum die Aktie trotzdem fällt

Trotz der besseren Zahlen als erwartet reagierte die Börse im vorbörslichen Handel mit Kursverlusten. Anleger scheinen die Abhängigkeit vom Einmaleffekt des Verkaufs kritisch zu sehen. Die operative Profitabilität im Kerngeschäft bleibt das zentrale Problem – und genau hier fehlen überzeugende Belege für eine nachhaltige Trendwende.

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