Boeing steht offenbar vor dem größten Auftrag seit Jahren. Medienberichten zufolge verhandelt der US-Flugzeugbauer mit chinesischen Airlines über den Verkauf von mehreren hundert Maschinen. Nach langer Flaute in einem der wichtigsten Märkte könnte sich das Auftragsblatt nun deutlich füllen.
500 Narrowbody-Jets im Gespräch
Laut Bloomberg und Financial Times geht es um bis zu 500 Flugzeuge des Typs 737 MAX. Die offizielle Bekanntgabe soll im Rahmen eines geplanten Staatsbesuchs des US-Präsidenten in Peking zwischen dem 31. März und 2. April erfolgen. Parallel wird über eine weitere Bestellung von rund 100 Widebody-Jets – darunter die Modelle 787 Dreamliner und 777X – verhandelt. Diese würde voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Die US-Seite drängt auf eine verbindliche vertragliche Zusage, nicht nur auf eine politische Absichtserklärung.
Der chinesische Markt macht derzeit lediglich zwei Prozent des Boeing-Auftragsbuchs aus – gerade einmal 134 Flugzeuge. Historisch lag der Anteil bei etwa 25 Prozent. Ein Abschluss dieser Größenordnung würde die jahrelange Bestellflaute im zweitgrößten Luftfahrtmarkt der Welt beenden. Die Aktie legte am Freitag nach Bekanntwerden der Berichte um 4,1 Prozent zu.
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Widebody-Programme gewinnen an Fahrt
Neben dem möglichen China-Deal gibt es weitere positive Signale. Lufthansa rechnet mit ersten Auslieferungen der 777X im Jahr 2027. Für dieses Modell liegen über 521 Bestellungen vor, auch wenn die Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA noch aussteht. Operativ hat Boeing zuletzt erstmals seit Jahren wieder einen positiven Cashflow aus dem laufenden Geschäft erzielt. Die Produktionsraten bei 737 und 787 steigen, die FAA lockert schrittweise die Produktionsbeschränkungen für die 737 MAX. Die Übernahme von Spirit AeroSystems soll zudem Qualitätsprobleme in der Lieferkette lösen.
Rückschlag im Raumfahrtgeschäft
Während die zivile Luftfahrt Fortschritte macht, gibt es Gegenwind im Weltraumbereich. NASA streicht Berichten zufolge die Exploration Upper Stage aus Boeings 3,2-Milliarden-Dollar-Vertrag für das Space Launch System. Grund sind Verzögerungen und explodierende Kosten. Die obere Raketenstufe war für die Artemis-Missionen 5 und 6 vorgesehen. Die Produktion wird nun an United Launch Alliance übertragen.
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