Boeing hat das neue Jahr mit Rückenwind begonnen. Die am 27. Januar vorgelegten Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen deutlich – und die Prognose für 2026 lässt Anleger aufhorchen: Nach Jahren der Verluste soll der freie Cashflow wieder ins Plus drehen. CEO Kelly Ortberg scheint die Trendwende einzuleiten.
Starkes Quartal dank höherer Auslieferungen
Im vierten Quartal 2025 erzielte Boeing einen Umsatz von 23,95 Milliarden Dollar – ein Plus von rund 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Analystenschätzungen von 22,41 Milliarden Dollar. Haupttreiber waren gestiegene Auslieferungszahlen im Verkehrsflugzeugbereich sowie der Abschluss der Digital Aviation Solutions-Transaktion.
Beim Ergebnis je Aktie meldete der Konzern 9,92 Dollar, während Analysten mit einem Verlust gerechnet hatten. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 89,5 Milliarden Dollar – ein Anstieg um 34 Prozent.
Entscheidend für die Investment-These: Boeing stellt für 2026 einen positiven freien Cashflow von 1 bis 3 Milliarden Dollar in Aussicht. Nach den Cash-Problemen der vergangenen Jahre wäre dies ein Meilenstein.
Produktion stabilisiert, Auftragsbuch prall gefüllt
Die operative Erholung fußt auf stabilisierten Fertigungsraten. Die 737-MAX-Linie produziert inzwischen rund 42 Maschinen pro Monat – eine wichtige Schwelle für die Umsatzrealisierung. Auch das 787-Dreamliner-Programm läuft wieder konstanter.
Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende einen Rekordwert von 682 Milliarden Dollar. Diese Backlog-Tiefe sichert Umsätze für Jahre – vorausgesetzt, die Ausführung bleibt auf Kurs.
Jüngste Vertragserfolge untermauern die Dynamik: Air India bestellte 30 weitere 737-MAX-Jets (20x 737-8, 10x 737-10) und baut damit die Präsenz in Südasien aus. Im Verteidigungsbereich gewann Boeing einen zweiten Auftrag für den MH-139A Grey Wolf von der US Air Force.
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Analysten sehen Potenzial
Bernstein bekräftigte am 28. Januar das „Outperform“-Rating mit Kursziel 298 Dollar. Die Analysten verweisen auf den verbesserten Auslieferungsausblick und die Cashflow-Perspektive.
Worauf es jetzt ankommt
Anleger richten den Blick nun auf die Umsetzung. Drei Faktoren sind entscheidend:
Lieferketten: Kann die Zulieferbasis die geplante Produktionssteigerung ohne Engpässe wie 2024 stemmen?
Cashflow-Lieferung: Das Erreichen der 1- bis 3-Milliarden-Dollar-Marke beim freien Cashflow wird zum zentralen Bewertungsmaßstab.
Zertifizierungsfortschritte: Ausstehende Zulassungen für abgeleitete Flugzeugmodelle bleiben im Hintergrund relevant.
Die Quartalszahlen vom 27. Januar haben gezeigt, dass die Turnaround-Story an Substanz gewinnt. Ob Boeing die Cashflow-Wende 2026 tatsächlich schafft, wird sich in den kommenden Quartalen erweisen.
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