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Boeing Aktie: Bernstein sieht Top-Potenzial für 2026

Die Investmentbank Bernstein Research sieht Boeing als Top-Pick für 2026 und hebt das Kursziel auf 298 US-Dollar an. Grund sind steigende Produktionszahlen, ein riesiger Auftragsbestand und ein struktureller Nachfrageüberschuss.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel auf 298 US-Dollar angehoben
  • Produktion der Modelle 737 und 787 steigt
  • Rekord bei Nettoneubestellungen im Jahr 2025
  • Über 90 Prozent der MAX-Klagen beigelegt

Die Boeing-Aktie zählt am Donnerstag erneut zu den Spitzenperformern an der Wall Street. Der Titel erhält frischen Rückenwind durch eine neue Studie von Bernstein Research, die das Kursziel von 277 auf 298 US-Dollar anhebt. Bei einem aktuellen Kurs von 242,61 Dollar bedeutet das ein Aufwärtspotenzial von 23 Prozent.

„Boeing ist unsere Top-Pick für 2026 im Bereich Luftfahrt und Rüstung“, heißt es in der Analyse. Die Investmentbank begründet ihre bullishe Haltung mit zunehmendem Vertrauen in den Wachstumspfad des Flugzeugbauers. Bereits im April 2025 hatte Bernstein die Aktie auf Outperform hochgestuft – damals noch mit einem Kursziel von 218 Dollar.

Produktion nimmt Fahrt auf

Die Zahlen geben den Optimisten Recht: Die Produktion bei den Schlüsselmodellen 737 und 787 läuft auf höheren Touren. Aktuell verlassen 42 Maschinen vom Typ 737 pro Monat die Werkshallen, beim 787 sind es acht Einheiten. Auch im Rüstungsgeschäft verzeichnet Boeing Fortschritte.

Für die Jahre 2027 und 2028 erwartet Bernstein einen kräftigen freien Cashflow. Der riesige Auftragsbestand spielt dabei eine zentrale Rolle: Bis 2030 wird Boeing nur etwa die Hälfte der aktuellen Bestellungen für 737 und 787 ausgeliefert haben. Beim 777X hat die Abarbeitung kaum begonnen – und das ohne Berücksichtigung künftiger Neubestellungen.

Die Analysten sehen einen strukturellen Nachfrageüberschuss für das gesamte Jahrzehnt. Sowohl Boeing als auch Konkurrent Airbus werden nach dieser Einschätzung nicht in der Lage sein, die Marktnachfrage vollständig zu bedienen.

Positive Signale aus dem operativen Geschäft

Die jüngsten Geschäftszahlen untermauern den optimistischen Ausblick. 2025 lieferte Boeing 600 Flugzeuge aus – ein Sprung von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Stand seit 2018. Allein im vierten Quartal verließen 160 Maschinen die Produktionsstätten, darunter Modelle der Typen 737, 767, 777 und 787 Dreamliner.

Besonders bemerkenswert: Boeing konnte 1.075 Nettoneubestellungen verbuchen und damit erstmals seit sieben Jahren den Erzrivalen Airbus übertreffen, der auf 889 Orders kam. Delta Air Lines orderte direkt bei Boeing bis zu 60 Maschinen vom Typ 787, davon 30 fest bestellte 787-10 plus 30 Optionen. Die Auslieferungen sollen ab 2031 beginnen.

Belastung durch Altlasten

Während die operative Entwicklung positiv verläuft, werfen juristische Altlasten noch Schatten. Boeing einigte sich diese Woche in einem weiteren Rechtsstreit um die beiden abgestürzten 737-MAX-Maschinen. Ein kanadischer Kläger, der sechs Familienmitglieder beim Absturz des Ethiopian-Airlines-Flugs 302 im Jahr 2019 verlor, akzeptierte einen Vergleich. Die finanziellen Details blieben vertraulich.

Über 90 Prozent der zivilrechtlichen Klagen im Zusammenhang mit beiden Abstürzen – Ethiopian Airlines Flight 302 und Lion Air Flight 610 – sind mittlerweile beigelegt. Die Katastrophen mit insgesamt 346 Todesopfern führten zu einer 20-monatigen Flugsperre der 737 MAX und kosteten Boeing mehr als 20 Milliarden Dollar.

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