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BMW: Quartalsmitteilung am 6. Mai

BMW kämpft mit US-Zöllen und schwachen E-Auto-Verkäufen. Trotz Erfolgen in Europa und Asien bleibt der Ausblick gedämpft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Zölle belasten mit zehn Millionen Euro täglich
  • E-Auto-Absatz in USA halbiert sich
  • Neuer iX3 als Weltauto ausgezeichnet
  • Quartalszahlen am 6. Mai entscheidend

Preisgekrönte Elektroautos auf der einen Seite, einbrechende US-Verkäufe auf der anderen. Bei BMW klaffen Anspruch und Realität derzeit spürbar auseinander. Am 6. Mai muss der Münchner Autobauer beweisen, wie belastbar sein Geschäftsmodell wirklich ist.

An der Börse zeigt sich die Skepsis deutlich. Die Stammaktie schloss am Freitag bei exakt 80 Euro. Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf fast 17 Prozent. Der Kurs notiert spürbar unter der wichtigen 200-Tage-Linie.

US-Markt bremst Elektrokurs

Im US-Markt kämpft der Konzern mit heftigem Gegenwind. Die Amerikaner kauften im ersten Quartal knapp vier Prozent weniger BMWs als im Vorjahr. Ein Detail sticht dabei besonders hervor. Der Absatz von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden halbierte sich auf unter 10.000 Fahrzeuge. Die Folge: Käufer halten sich zurück, da staatliche Förderungen wegfallen.

Hinzu kommen massive Kosten durch US-Zölle auf Autoteile und Importe. Diese belasten BMW mit rund zehn Millionen Euro pro Tag. Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem spürbaren Margenverlust im Autogeschäft. Das Handelsblatt berichtet indes von intensiven Gesprächen mit US-Handelsminister Howard Lutnick. Der Konzern hofft auf Ausnahmen ab Jahresmitte.

Lichtblicke in Europa und Asien

Auf der Produktseite sammelt BMW parallel dazu Erfolge. Der neue iX3 gewann in New York den Titel als Weltauto des Jahres. Die Nachfrage zieht massiv an. Über 50.000 Reservierungen zwingen das Werk im ungarischen Debrecen bereits in den Zweischichtbetrieb.

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Auch in Asien positioniert sich der Autobauer neu. Auf der Auto China in Peking präsentierte BMW den iX3 exklusiv mit langem Radstand. Dieses Modell soll die sinkenden Verkäufe im wichtigsten Einzelmarkt stoppen. Ein echter Lichtblick bleibt der deutsche Heimatmarkt. Hier stiegen die Verkäufe im ersten Quartal um acht Prozent. BMW sichert sich damit die Spitze im Premiumsegment.

Margen auf dem Prüfstand

Am 6. Mai öffnet BMW die Bücher für das erste Quartal. Der Bericht wird zeigen, ob die neuen Elektromodelle profitabel genug sind. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand lediglich eine operative Marge von vier bis sechs Prozent an.

Die immensen Zollkosten und schwache US-Elektroverkäufe wiegen schwer. Fällt die Aktie unter die Marke von 80 Euro, drohen weitere Abverkäufe. Die anstehenden Quartalszahlen müssen nun beweisen, dass die neue Modelloffensive diesen Gegenwind ausgleichen kann.

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