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Symbolbild, KI-generiert

BMW: Gourvil stuft Aktie auf Buy hoch

BMW kämpft mit schwachem China-Geschäft und sinkenden Margen. Neue Elektromodelle, Stellenabbau und der Kapitalmarkttag sollen den Kurswechsel stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie seit Jahresbeginn 33 Prozent schwächer
  • China-Schwäche drückt auf BMWs Erträge
  • Rund 8.000 Stellen bis 2027 geplant
  • iX3 erreicht 100.000 Bestellungen

Ende September lädt die BMW Group zum Kapitalmarkttag nach München. Am 29. und 30. September steht das Management vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Es muss den Investoren aufzeigen, wie die neue Fahrzeuggeneration den Konzern nach einer Phase geschäftlicher Rückschläge wieder auf Kurs bringen soll.

Im Börsenhandel notiert die Aktie heute bei 62,92 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,5 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursrückgang auf 33 Prozent.

Bremsspuren im China-Geschäft belasten die Ertragslage

Die Zurückhaltung am Markt hat handfeste operative Gründe. Auch die Erlöse waren im ersten Halbjahr mit einem Minus von acht Prozent spürbar rückläufig.

Hauptursache für den Gewinneinbruch war die deutliche Marktschwäche in der Region China und Asien-Pazifik. Die China Passenger Car Association hatte ihre Prognosen für den dortigen Gesamtmarkt mehrfach nach unten korrigiert. Der verstärkte Verdrängungswettbewerb traf die Münchener vor allem im Segment der nicht elektrifizierten Modelle, was den Vorstand im Juni zu einer Anpassung der Jahresziele veranlasste.

Stellenabbau und Sparprogramm zur Kostensenkung

Um den Belastungen zu begegnen, treibt das Management ein umfassendes Effizienzprogramm voran. Über ein freiwilliges Abfindungsprogramm sollen bis Ende 2027 weltweit rund 8.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Mehr als die Hälfte der geplanten Streichungen betrifft die deutschen Standorte des Autobauers.

Hoffnungsträger Neue Klasse und Elektromodelle

Gegen den allgemeinen Branchentrend verzeichnet BMW im Bereich der Elektromobilität Zuwächse. Das vollelektrische Modell iX3 erreichte im September die Marke von 100.000 Bestellungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Marktstart. Im zweiten Quartal stieg der europäische Absatz der rein batterieelektrischen Fahrzeuge um 38 Prozent auf 81.445 Einheiten.

Die entscheidende Hürde bleibt jedoch die Profitabilität der neuen Stromer. Das strategische Ziel eines Margenkorridors von acht bis zehn Prozent ist vorerst in weite Ferne gerückt.

Analystenstimmen vor den Strategietagen

Trotz des gedrückten Margenniveaus sehen Branchenbeobachter Chancen für eine Erholung des Papiers. Am Mittwoch stufte Romain Gourvil, Analyst beim Bankhaus Berenberg, die Aktie auf „Buy“ hoch und setzte das Kursziel auf 75 Euro fest.

Beim anstehenden Kapitalmarkttag muss der Vorstand nun belegen, wie die Serienanläufe der Neuen Klasse und die Expansion in Märkten wie Mexiko den Turnaround beschleunigen können. Für Investoren wird maßgeblich sein, ob die technologische Offensive ausreicht, um die Margen wieder nachhaltig an das historische Niveau heranzuführen.

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