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BMW Aktie: Zipse‘ letzter Auftritt

BMW präsentiert unter scheidendem CEO Oliver Zipse stabile Absatzzahlen für 2025. Das US-Werk Spartanburg mildert Zolllasten, während das China-Geschäft weiterhin belastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leichtes Absatzplus trotz schwieriger Marktlage
  • US-Produktion schützt vor hohen Einfuhrzöllen
  • Führungswechsel zu Milan Nedeljkovic im Mai
  • Wasserstoffstrategie mit langfristigem Zeithorizont

Heute ist ein kleines Stück Unternehmensgeschichte: Oliver Zipse legt zum letzten Mal die Jahreszahlen für BMW vor. Im Mai übergibt er das Ruder an Milan Nedeljkovic – und hinterlässt dabei ein Unternehmen, das sich im schwierigen Branchenumfeld vergleichsweise gut behauptet hat.

Die Erwartungen sind gedämpft, aber realistisch. VW und Mercedes haben für 2025 jeweils fast die Hälfte ihres Gewinns eingebüßt. BMW dürfte glimpflicher davonkommen – unter anderem, weil die Münchner 2025 mit 2,46 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen ein leichtes Plus von einem halben Prozent gegenüber dem Vorjahr verbuchen konnten.

Werk Spartanburg als Schutzschild

Ein entscheidender Vorteil gegenüber den Wettbewerbern: das BMW-Werk im amerikanischen Spartanburg. Mehr als die Hälfte der in den USA verkauften Fahrzeuge des Konzerns stammte 2025 von dort – das federt die US-Einfuhrzölle auf importierte Autos und Rohmaterialien spürbar ab. Kein Wunder, dass das den Investoren vergleichsweise ruhige Nächte beschert.

Das schwächelnde China-Geschäft bleibt hingegen ein echter Belastungsfaktor. Im Oktober 2025 mussten die Bayern deshalb ihre Jahresprognose nach unten korrigieren. Wie stark sich das letztlich auf die Gesamtbilanz ausgewirkt hat, zeigt sich heute Morgen.

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Personalrochade im Vorstandsbereich

Parallel zu den Zahlen gibt es auch auf der Führungsebene Bewegung. Raymond Wittmann, bislang für Konzernstrategie und -entwicklung verantwortlich, übernimmt mit dem Antritt von Nedeljkovic als CEO das Ressort Produktion. Der promovierte Luft- und Raumfahrtingenieur ist seit 2015 im Konzern und gilt als erfahrener Kenner der internen Strukturen.

Zudem treibt BMW seine Wasserstoffstrategie voran: Das Werk in Leipzig soll ab Mitte 2027 über eine rund zwei Kilometer lange Anschlussleitung direkt ans Wasserstoff-Kernnetz angebunden werden. Zunächst sind etwa 150 Tonnen Wasserstoff pro Jahr geplant, langfristig könnte der Bedarf auf über 1.500 Tonnen steigen. Wirtschaftlich rechnet sich der Einsatz nach eigenen Angaben allerdings frühestens zu Beginn der 2030er Jahre – vorerst also eher Zukunftsmusik als Kurstreiber.

Der heutige Tag liefert das abschließende Bild einer Ära. Wie gut Zipse das Haus tatsächlich bestellt, zeigen die vollständigen Jahreszahlen.

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Diskussion zu BMW

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.