Bei BMW verdichten sich innerhalb weniger Wochen gleich mehrere strategische Ereignisse: Jahresbilanz, Führungswechsel und der Start einer neuen Modellplattform. Der Münchner Konzern steuert 2026 durch raues Fahrwasser — mit klarem Kurs.
Jahresergebnis: Weniger Gewinn, mehr Dividende
Am 12. März legte BMW die Zahlen für 2025 vor. Das EBIT sank um 11,5 Prozent auf 10,19 Milliarden Euro, die Automobil-EBIT-Marge fiel auf 5,3 Prozent. Als Haupttreiber nannte der Konzern den schwachen China-Markt sowie Zollbelastungen.
Trotzdem erhöht BMW die Dividende — um 10 Cent auf 4,40 Euro je Aktie. Ein Signal, das das Management offenbar bewusst setzt, um Vertrauen in die Bilanzstärke zu demonstrieren. Passend dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro, das bis April 2027 angelegt ist.
Im Elektrosegment wuchs der BEV-Absatz auf 442.056 Einheiten, ein Plus von 3,6 Prozent. Damit war bereits jedes sechste verkaufte Fahrzeug der Gruppe vollelektrisch.
Zölle, Margen und ein Werk als Puffer
Für 2026 erwartet BMW eine Automobil-EBIT-Marge von 4 bis 6 Prozent — gedrückt durch Zölle, Währungseffekte und Rohstoffkosten. Allein die Zollbelastung schlägt laut Konzern mit rund 1,25 Prozentpunkten zu Buche.
Einen strukturellen Vorteil bietet das Werk in Spartanburg, South Carolina. Mit knapp 200.000 exportierten X-Modellen und einem Exportwert von 9 Milliarden US-Dollar führte es 2025 erneut die amerikanischen Automobilexporte nach Wert an. Importzölle treffen BMW dadurch deutlich weniger als Wettbewerber ohne US-Produktion.
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Finanzchef Walter Mertl rechnet ab der zweiten Jahreshälfte mit Entlastung, wenn EU-Zölle auf US-Fahrzeuge sinken.
Die Neue Klasse rückt näher
Am 18. März feiert der neue BMW i3 seine Design-Premiere — Prototypen absolvieren derzeit finale Tests in Schweden. Das Modell markiert den Auftakt der sogenannten Neue-Klasse-Plattform, auf deren Basis bis Ende 2027 mehr als 40 neue oder überarbeitete Modelle erscheinen sollen.
Technisch setzt der i3 auf eine vollständig neue Designsprache und das Cockpitkonzept iDrive X mit einer Panoramic-Vision-Projektion von Säule zu Säule — das klassische Kombiinstrument entfällt. Die Nachfrage nach dem bereits vorgestellten iX3 übertraf laut Management die eigenen Erwartungen.
Im Sommer folgt der neue X5, der als erstes BMW-Serienmodell in fünf Antriebsvarianten erhältlich sein wird: Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid, Elektro und Wasserstoff.
Führungswechsel im Mai
Am 14. Mai übergibt CEO Oliver Zipse das Steuer an Milan Nedeljkovic, derzeit noch Produktionsvorstand. Nedeljkovic begleitet damit den wohl wichtigsten Produktzyklus seit Jahren in seiner neuen Rolle — die Neue Klasse ist sein erstes großes Kapitel als Konzernchef.
Die Aktie notiert mit rund 81 Euro deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 97,12 Euro und liegt seit Jahresbeginn rund 16 Prozent im Minus. Ob die Produktoffensive ab dem zweiten Halbjahr auch an der Börse ankommt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich Zollbelastungen abbauen und die Neue Klasse in den Verkaufszahlen sichtbar wird.
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