Im ersten Quartal 2026 halbierten sich die Verkäufe von elektrifizierten BMW-Modellen in den USA nahezu. Obwohl das Analysehaus Jefferies infolge operativer Risiken seine Schätzungen nach unten anpasst, reagieren Anleger gelassen. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm und die konkreten Fortschritte bei der neuen Fahrzeugarchitektur federn die negativen Nachrichten ab.
US-Markt als Bremsklotz
Die operativen Herausforderungen der Münchener zeigen sich deutlich in den jüngsten US-Absatzzahlen. Insgesamt verkaufte BMW dort im ersten Quartal 84.231 Fahrzeuge, ein Rückgang von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders drastisch fiel der Einbruch bei den rein elektrischen und Plug-in-Hybrid-Modellen aus: Hier sackten die Auslieferungen von über 19.700 auf lediglich 9.856 Einheiten ab. Wegfallende Bundessubventionen und die Kaufzurückhaltung im Vorfeld neuer Modellgenerationen belasten das Geschäft.
Zusätzlich droht struktureller Druck durch mögliche US-Importzölle. Kalkulationen von Bloomberg zufolge könnten zusätzliche Einfuhrabgaben von 25 Prozent die operativen Gewinne für 2026 um ein Viertel schmälern. Das BMW-Werk im US-Bundesstaat South Carolina bietet als lokale Produktionsstätte für SUVs zwar einen gewissen Puffer, löst das Problem der globalen Lieferketten aber nicht vollständig.
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Analystenblick und Aktionärsrendite
Parallel zur operativen Schwäche in Übersee senkte Jefferies-Analyst Philippe Houchois das Kursziel für die BMW-Papiere von 93 auf 90 Euro und beließ die Einstufung auf „Hold“. Für das Jahr 2026 prognostiziert er im Automobilsegment nur noch eine EBIT-Marge von 4 bis 6 Prozent. Darin sind bereits Zollbelastungen, anhaltender Preisdruck und ungünstige Wechselkurseffekte eingepreist.
Dennoch kletterte der Kurs heute um 3,41 Prozent auf 81,88 Euro. Gestützt wird die Notierung durch das bis April 2027 laufende Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Allein Anfang April zog der Konzern über 135.000 Stammaktien aus dem Markt. Eine in Aussicht gestellte Dividende von 4,40 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr liefert Investoren ein zusätzliches Argument, dem Autobauer treu zu bleiben.
Fokus auf die Neue Klasse
Um den Absatzschwächen entgegenzuwirken, forciert BMW den Umbau seines Portfolios. Der iX3 sammelte nach seiner Auszeichnung zum „World Car of the Year“ bereits 50.000 Bestellungen ein. Spätestens mit dem Produktionsstart des neuen vollelektrischen i3 im August 2026 im frisch modernisierten Münchener Stammwerk muss das Management beweisen, dass die neue Architektur die aktuellen Lücken im US-Geschäft schließen kann.
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