BMW steht vor einem Dilemma. Während der Premiumhersteller in den USA seine Marktführung verteidigt, bricht das China-Geschäft ein. Die Reaktion: Drastische Preissenkungen von bis zu 24 Prozent für über 30 Modelle. Die Aktie schloss am Freitag bei 88,84 Euro – ein Wochenverlust von knapp vier Prozent.
Die wichtigsten Fakten:
– Absatzeinbruch in China: -15,9% im Q4 2025
– Preissenkungen bis zu 24% für über 30 Modelle in China
– Deutsche Bank senkt Kursziel von 105 auf 103 Euro
– Jahresperformance: -7,15%
– Bilanzpressekonferenz am 12. März 2026
Geteilte Meinungen am Analysten-Markt
Die Einschätzungen der Experten gehen auseinander. Die Deutsche Bank bekräftigte am Freitag zwar ihre Kaufempfehlung, reduzierte das Kursziel jedoch von 105 auf 103 Euro. Merrill Lynch positionierte sich bereits am 15. Januar deutlich skeptischer und stufte die Aktie mit „Underperform“ ein. Barclays hatte schon am 9. Januar auf „Underweight“ herabgestuft.
Einen Kontrapunkt setzte Bernstein Research am 14. Januar mit der Bestätigung des „Outperform“-Votums. Die unterschiedlichen Bewertungen spiegeln die Unsicherheit wider, wie BMW den Spagat zwischen Margenerhalt und Marktanteilen meistern wird.
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China-Strategie unter Druck
Der Münchner Konzern reagiert auf den verschärften Wettbewerb im Reich der Mitte mit aggressiven Rabatten. Diese Strategie birgt Risiken: Kurzfristig dürften die Margen leiden, langfristig könnte die Preisstrategie die Premiumpositionierung beschädigen.
Die massiven Preisnachlässe lassen sich als Versuch deuten, im intensiven Konkurrenzkampf mit lokalen Herstellern nicht weiter an Boden zu verlieren. Der chinesische Markt bleibt für westliche Premiumhersteller strategisch unverzichtbar – ein Rückzug kommt nicht in Frage.
Bilanzvorlage als Richtungsentscheidung
Am 12. März wird sich zeigen, wie stark die China-Schwäche auf das Gesamtergebnis durchschlägt. Investoren erwarten konkrete Antworten zur Margenstabilisierung und einen realistischen Ausblick für 2026. Die technische Unterstützung bei 89 Euro konnte die Aktie bislang halten. Das fortgesetzte Aktienrückkaufprogramm signalisiert Vertrauen der Unternehmensführung – ob dies ausreicht, um das Ruder herumzureißen, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
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