Totgesagte leben länger? Während Marktbeobachter zuletzt häufig vor einer E-Auto-Müdigkeit warnten, meldet BMW für den neuen iX3 der „Neuen Klasse“ eine Nachfrage, die interne Prognosen deutlich übertrifft. Die Produktionspläne müssen angepasst werden, doch der Aktienkurs hinkt dieser operativen Dynamik derzeit noch hinterher.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
* Volle Bücher: Die Produktionskapazität für 2026 in Europa ist nahezu vollständig ausgebucht.
* Dritte Schicht: Im ungarischen Werk Debrecen wird die Produktion früher als geplant hochgefahren.
* Neukunden-Quote: Jeder dritte iX3-Besteller ist neu bei der Marke.
* US-Start: Fertigung in Spartanburg (South Carolina) beginnt Ende 2026.
Produktionspläne übertroffen
Der Bericht über die hohe Nachfrage nach dem iX3 sendet ein wichtiges Signal an den Markt: Das Premiumsegment scheint sich dem allgemeinen Trend der E-Mobilitäts-Skepsis zu entziehen. Besonders die Tatsache, dass viele Kunden das Fahrzeug ohne vorherige Probefahrt bestellen, deutet auf ein hohes Vertrauenslevel in die „Neue Klasse“ hin. Mit einer Maximalkapazität von 150.000 Fahrzeugen jährlich im Werk Debrecen bereitet sich der Konzern nun auf eine beschleunigte Skalierung vor.
Parallel dazu schafft BMW Fakten in den USA. Die Fertigung im Werk Spartanburg ist terminiert, und entscheidende Risikofaktoren wurden beseitigt. Einkaufsvorstand Nicolai Martin bestätigte, dass die Batteriezellversorgung durch den Partner AESC gesichert sei und keine Engpässe zu befürchten sind.
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Charttechnik und Bewertung
Trotz der positiven operativen Nachrichten tut sich die Aktie schwer, Dynamik aufzubauen. Am Freitag ging das Papier mit 87,60 Euro (-0,61 Prozent) aus dem Handel und verzeichnet auf Monatssicht ein Minus von rund 4,9 Prozent. Technisch bleibt die Situation spannend: Der Kurs kämpft aktuell mit dem 100-Tage-Durchschnitt bei 87,68 Euro. Ein nachhaltiges Überwinden dieser Marke würde das technische Bild aufhellen, während der 200-Tage-Durchschnitt bei 84,68 Euro als wichtige Unterstützung fungiert.
Interessant ist das Verhalten des Unternehmens selbst: Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erwarb BMW Mitte Januar eigene Anteile zu Preisen zwischen 88,88 Euro und 90,67 Euro – ein Niveau, das über dem aktuellen Kurs liegt. Das Management signalisiert damit Vertrauen in den inneren Wert des Unternehmens. Analysten bleiben jedoch uneins: Während Bernstein SocGen ein Kursziel von 115 Euro ausruft, mahnt die UBS zur Vorsicht und verweist auf Risiken im China-Geschäft.
Blick auf den 12. März
Die wirkliche Bewährungsprobe steht am 12. März 2026 an, wenn BMW die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegt. Analysten kalkulieren derzeit mit einem Gewinn je Aktie von 10,50 Euro für das abgelaufene Jahr. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob der hohe Auftragseingang beim iX3 auch mit entsprechenden Margen unterlegt ist und wie sich der Ausblick auf die Dividende, die aktuell auf 3,93 Euro geschätzt wird, konkretisiert.
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