JPMorgan hat am Mittwoch das Kursziel für BMW von 82 auf 68 Euro gesenkt, die Einstufung „Overweight“ aber bestätigt. Analyst Jose M. Asumendi begründete den Schritt mit angekündigten Einmalbelastungen und niedrigeren Prognosen für das bereinigte operative Ergebnis. Am Freitag fiel die BMW-Aktie um 3,0%.
JPMorgan senkt die Gewinnerwartungen
Die niedrigeren Prognosen des Analysten betreffen das bereinigte EBIT für 2026 und 2027. Trotz dieser Anpassungen änderte JPMorgan das positive Anlageurteil für die Aktie nicht.
Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit Belastungen, die BMW für das Automobilgeschäft angekündigt hat. Das Unternehmen hatte am Dienstag seine Jahresprognose aktualisiert und auf eine nicht-operative Ergebnisbelastung durch beschlossene Portfolio- und Strukturmaßnahmen im vierten Quartal hingewiesen.
Am Mittwoch bezifferte BMW die erwartete EBIT-Marge im Segment Automobile für 2026 auf −0,5 % bis +0,5 %. Als Grund für die gesenkte Prognose nannte der Konzern die erweiterten und intensivierten Portfolio- und Strukturmaßnahmen.
Zuvor hatte BMW eine Marge zwischen 1 % und 3 % erwartet. Die Aufwendungen für die Maßnahmen sollen die Marge im Gesamtjahr nach Unternehmensangaben mit rund 2,5 Prozentpunkten belasten.
Rückläufiges Ergebnis und schwächere Auslieferungen
Für das dritte Quartal 2026 meldete BMW am Mittwoch ein Konzernergebnis vor Steuern von 2,08 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 10,6 %. Die EBIT-Marge im Segment Automobile lag bei 3,4 %.
Die Auslieferungen sanken im selben Quartal um 6,3 % auf rund 551.000 Fahrzeuge. Regional verlief die Entwicklung unterschiedlich: Während die Auslieferungen in China zurückgingen, verzeichnete BMW in Europa und den USA Zuwächse.
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