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BMW Aktie: Roboter in Spartanburg

BMW testet humanoide Roboter im US-Werk, während die Aktie mit Verlusten kämpft. Der Kurs bleibt trotz Wochenplus weit unter den Jahreswerten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Humanoide Roboter im Werk Spartanburg
  • Aktie mit 36,76 Prozent Jahresminus
  • DAX erreicht Rekordhoch, BMW hinkt
  • EU-Entscheidung zu Zöllen steht an

BMW schickt humanoide Roboter ins US-Werk Spartanburg. Die Aktie kämpft derweil seit Monaten mit Verlusten. Zwei Nachrichten, ein Widerspruch: Der Konzern investiert in die Fabrik der Zukunft, während der Kurs an der Börse Vertrauen verliert.

Roboter für die Ergonomie, nicht für Schlagzeilen

Im Werk Spartanburg, South Carolina, testet BMW humanoide Roboter der nächsten Generation. Sie sollen Aufgaben übernehmen, die für Menschen körperlich belastend oder repetitiv sind. Details zu Stückzahl oder Hersteller nennt BMW bisher nicht.

Spartanburg ist kein x-beliebiger Standort. Hier laufen die margenstarken X-Modelle vom Band, ein zentraler Baustein im globalen Produktionsnetz des Konzerns. Der Robotereinsatz passt zur „iFACTORY“-Strategie, mit der BMW seine Fertigung digitaler und flexibler machen will.

Die Aktie bleibt unter Druck

Am Freitag schloss die BMW-Aktie bei 60,66 Euro, ein Plus von 0,26 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 2,92 Prozent zu Buche. Das klingt nach Erholung, ändert aber wenig am Gesamtbild.

Seit Jahresbeginn hat das Papier 36,76 Prozent verloren. Erst am 30. Juni markierte die Aktie mit 57,06 Euro ihr 52-Wochen-Tief. Vom Rekordhoch bei 97,90 Euro aus dem Dezember trennen sie inzwischen 38 Prozent.

Der DAX lief BMW in dieser Woche davon. Der Index kletterte auf ein neues Rekordhoch von 25.827 Punkten, getragen von politischen Reformhoffnungen und der Erwartung lockerer US-Zinsen. BMW hinkt hinterher — belastet vom schwachen Automobilsektor in Europa und anhaltenden Problemen im China-Geschäft.

Zulieferer und Wettbewerber im Umbruch

Auch rund um BMW bewegt sich einiges. Continental verkauft seine Kunststoffsparte ContiTech für rund vier Milliarden Euro an Lone Star Funds. Der Zulieferer konzentriert sich künftig aufs Reifengeschäft — ein Zeichen für den Konsolidierungsdruck in der gesamten Branche.

Bei Mercedes-Benz streiken rund 90.000 Mitarbeiter wegen gestrichener Bonuszahlungen. Tesla wiederum meldete einen Auslieferungsrekord im zweiten Quartal, verlor aber trotzdem an der Börse. Der Grund: BYD hat Tesla bei den Verkäufen reiner Elektroautos überholt.

Charttechnik bleibt angeschlagen

Der RSI von BMW liegt bei 35,4 Punkten, nahe der überverkauften Zone. Trotzdem notiert die Aktie deutlich unter ihren wichtigen Durchschnittslinien: 71,09 Euro beim 50-Tage-Schnitt, 82,56 Euro beim 200-Tage-Schnitt.

Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 31,83 Prozent — ein Wert, der die Nervosität rund um das Papier unterstreicht. Am 7. Juli entscheidet die EU über mögliche Antidumping-Zölle auf Reifen aus chinesischer Produktion. Für BMW könnte das Signal über die Reifenbranche hinaus wirken, direkt auf die Handelsbeziehungen im gesamten Fahrzeugsektor.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.