BMW zeigt auf der CES 2026 mit dem iX3 und der „Neuen Klasse“ seine technologische Zukunft – doch in China bröckelt die Preismacht. Rabatte von bis zu 42.000 Dollar auf 31 Modelle offenbaren den Spagat zwischen Innovation und Margendruck. Jefferies bleibt bei „Hold“.
Die wichtigsten Fakten:
- iX3-Weltpremiere auf CES mit neuer Elektro-Plattform
- Rabatte bis 301.000 CNY (~42.000 USD) in China auf 31 Modelle
- i7 M70L und iX1 mit bis zu 24% Preisnachlass
- Indien-Absatz +14% auf 18.001 Einheiten, E-Autos +200%
- BlackBerry-Partnerschaft: QNX-Software für 40 Modelle bis 2027
Technologie-Offensive trifft auf Preiskrieg
Der Münchner Autobauer präsentiert in Las Vegas das Panorama-iDrive – ein durchgängiger Displaystreifen über die gesamte Armaturenbreite. Der neue „Intelligent Personal Assistant“ basiert auf Amazon Alexa+ und soll die Bedienung revolutionieren. Gleichzeitig setzt BMW auf BlackBerry-Software: Vier Hochleistungsrechner werden künftig mit QNX gesteuert, die Architektur soll bis 2027 in rund 40 Modellen zum Einsatz kommen.
Doch während BMW seine Zukunft inszeniert, tobt in China ein brutaler Verdrängungswettbewerb. Über 20 Hersteller unterbieten sich gegenseitig vor dem chinesischen Neujahrsfest. BMW muss mitziehen: Das Elektro-Flaggschiff i7 M70L und der kompakte iX1 werden deutlich unter Listenpreis verramscht. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Lagerbestände zu räumen – ein Eingeständnis der angespannten Nachfragesituation.
Indien als Hoffnungsträger
Einen Lichtblick liefert der indische Markt. Mit 18.001 verkauften Einheiten erreichte BMW dort 2025 einen Rekord. Besonders bemerkenswert: Der E-Auto-Absatz verdreifachte sich nahezu auf 3.753 Fahrzeuge. Für 2026 plant das Unternehmen die Einführung von zehn neuen Modellen. Allerdings könnte die schwache Rupie Preiserhöhungen noch im Januar erzwingen.
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Einkaufsvorstand Nicolai Martin mahnte zur Demut: „Es wäre fatal zu glauben, wir allein hätten die Zukunft verstanden.“ Die Aussage unterstreicht BMWs Abhängigkeit von Tech-Partnern wie Amazon und BlackBerry – ein strategischer Kurswechsel für einen traditionellen Automobilhersteller.
Zwischen Innovation und Margendruck
Die chinesischen Rabatte dürften kurzfristig auf die Profitabilität drücken. Während Wettbewerber wie Volkswagen (über 1 Milliarde Euro Verlust im Q3 2025) oder General Motors (7,1 Milliarden Dollar EV-Abschreibung) mit fundamentalen Problemen kämpfen, versucht BMW die Balance zu halten.
Entscheidend wird, ob die auf der CES präsentierten Technologien die Preissetzungsmacht stabilisieren können. Der iX3 als erstes Serienmodell der „Neuen Klasse“ muss liefern – nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich. Die Aktie notiert knapp unter ihrem Dezember-Hoch von 97,12 Euro und bewegt sich seitwärts.
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