Ein Jahr nach Marktstart hat der iX3 die Bestelllisten von BMW aufgemischt. 100.000 Kunden in Europa haben den Elektro-SUV geordert — der beste Erstjahres-Start eines Modells in der Konzerngeschichte. Die Aktie reagierte im XETRA-Handel mit einem moderaten Plus.
Der iX3 ist das erste Modell der „Neuen Klasse“, einer neuen Technologiegeneration, mit der BMW nicht nur seine Elektrostrategie neu ausrichtet. Die verbauten Technologien sollen künftig auch in Verbrennermodellen zum Einsatz kommen. Vertriebsvorstand Jochen Goller wertet die Bestellzahlen als Signal für den weiteren Rollout, der nun an Fahrt aufnehmen soll.
Ein Drittel aller E-Bestellungen
Die Zahlen zeigen, wie stark der iX3 die Kundennachfrage verschiebt. Er macht bereits rund ein Drittel aller europäischen Elektrobestellungen bei BMW aus. Innerhalb der X3-Baureihe liegt der Elektroanteil inzwischen bei 50 Prozent — deutlich über dem Markendurchschnitt.
Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr lieferte BMW weltweit knapp 2,17 Millionen Fahrzeuge der Kernmarke aus, davon waren 336.000 reine Elektroautos. Vor diesem Hintergrund wirken die 100.000 iX3-Bestellungen allein in Europa wie ein deutlicher Nachfrageschub für ein einzelnes Modell. Zum Vergleich: Volkswagen meldete für den seit April verfügbaren ID. Polo bislang 30.000 Bestellungen.
In China, wo der iX3 erst seit kurzem bestellbar ist, spricht BMW von großem Interesse, nennt aber keine konkreten Zahlen. Das lässt offen, wie sich der Erfolg außerhalb Europas tatsächlich entwickelt.
Modelloffensive nimmt Fahrt auf
Der iX3 ist erst der Anfang. Ende September startet der Verkauf des i3, des zweiten Modells der Neuen Klasse. Bis Ende 2027 will BMW insgesamt 40 neue oder überarbeitete Modelle mit der neuen Technologiegeneration auf den Markt bringen.
Ob sich der Bestellschwung des iX3 auf die kommenden Modelle übertragen lässt, dürfte sich bereits mit dem i3-Start zeigen — dem zweiten Härtetest für die Neue Klasse binnen weniger Monate.
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