Bei BMW reißen die Baustellen nicht ab. Der Autobauer hat im Mai seine Konzernspitze ausgetauscht. Parallel dazu kämpfen die Münchner mit schrumpfenden Umsätzen und schwachen Verkaufszahlen in China und den USA. Die Folge: ein Kurssturz.
Wechsel an der Spitze
Milan Nedeljković lenkt seit Mitte Mai die Geschicke der BMW AG. Er übernahm den Posten des Vorstandsvorsitzenden planmäßig von Oliver Zipse. Der neue Chef kennt den Konzern gut. Er verantwortete zuvor das Produktionsressort. Seine Hauptaufgabe ist klar definiert. Nedeljković muss das wichtige Zukunftsprojekt „Neue Klasse“ zum Erfolg führen.
Margen unter Druck
Finanziell übernimmt der neue Vorstand ein schwieriges Erbe. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 8,1 Prozent auf rund 31 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern brach im Jahresvergleich um ein Viertel ein.
Die operative Marge im Autobau landete bei mageren 5,0 Prozent. Weltweit lieferte BMW knapp 566.000 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Rückgang von 3,5 Prozent. Einzig der Verkauf von Elektroautos in Europa wuchs stark.
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Aktie extrem überverkauft
An der Börse hinterlässt diese Mischung tiefe Spuren. Die BMW-Aktie ging am Freitag bei 70,28 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf fast 27 Prozent.
Das Papier notiert nur hauchdünn über seinem 52-Wochen-Tief von 69,92 Euro. Technische Indikatoren zeichnen ein düsteres Bild. Der RSI-Wert von 28,9 signalisiert eine massiv überverkaufte Situation. Zudem verläuft der Kurs weit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Trotz der widrigen Umstände hält das Management an seiner Jahresprognose fest. Nedeljković muss nun rasch beweisen, dass er den Margendruck stoppen kann. Gelingt die Trendwende im schwächelnden China-Geschäft nicht, drohen zeitnah weitere Kursverluste unter die wichtige Marke von 69 Euro.
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