Startseite » DAX » BMW Aktie: Mini gleicht Kernmarke aus

BMW Aktie: Mini gleicht Kernmarke aus

BMW verzeichnet im zweiten Quartal sinkende Verkaufszahlen, bleibt aber dank starker Mini-Nachfrage und im Branchenvergleich stabil.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsabsatz um 4,9 Prozent gesunken
  • China-Geschäft belastet Konzernbilanz
  • Mini-Sparte steigert Verkäufe um 17 Prozent
  • BMW schneidet besser ab als Wettbewerber

Während der große Nachbar aus Wolfsburg um seine Zukunft ringt, zeigt sich BMW in dieser Woche vergleichsweise gefasst. Der Münchner Autobauer meldet für das zweite Quartal sinkende Absatzzahlen — doch die Reaktion an der Börse fällt moderat aus. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum.

China bremst, Mini zieht an

BMW lieferte im zweiten Quartal 590.962 Fahrzeuge aus, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Vor einem Jahr hatte der Konzern für dasselbe Quartal noch ein leichtes Plus gemeldet — die Wende zeigt, wie stark der chinesische Markt inzwischen auf die Bilanz drückt. Genau dort brechen die Verkäufe der deutschen Hersteller derzeit besonders stark ein, während Europa und die USA für BMW zulegten.

Innerhalb des Konzerns geht die Schere weit auseinander. Die Kernmarke BMW verzeichnete ein Minus von 7,7 Prozent auf 508.675 Fahrzeuge. Mini dagegen legte um 17 Prozent auf 81.035 Autos zu und fängt damit einen Teil des Rückgangs auf.

Besser als der Rest der Branche

Im Vergleich zur Konkurrenz steht BMW noch relativ gut da. Mercedes musste im gleichen Zeitraum ein Minus von 6 Prozent auf 511.900 Fahrzeuge hinnehmen. Der VW-Konzern kam mit einem Rückgang von fast 9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge deutlich schlechter weg — dort sackten die China-Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel ab.

Der direkte Vergleich erklärt, weshalb die BMW-Aktie die eigenen Absatzzahlen bislang recht gelassen wegsteckt. Der Rückgang bewegt sich im unteren Bereich dessen, was die gesamte Branche derzeit in China zu verkraften hat. Ob sich diese relative Stärke fortsetzt, hängt vor allem davon ab, wie sich die Nachfrage in China in den kommenden Monaten entwickelt — dem Markt, der für alle deutschen Hersteller aktuell zum größten Belastungsfaktor geworden ist.

Anzeige

BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 10. Juli liefert die Antwort:

Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu BMW

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.