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BMW Aktie: Milliarden-Deal sichert Zukunft

BMW schließt langfristigen Milliardenvertrag mit Zulieferer ZF für Automatikgetriebe. JPMorgan hebt das Kursziel für die Aktie aufgrund der strategischen Neuausrichtung an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Langfristiger Vertrag über Acht-Gang-Automatgetriebe
  • JPMorgan erhöht Kursziel auf 100 Euro
  • Strategischer Fokus auf Produktion und Stabilität
  • Aktie reagiert mit leichtem Kursgewinn

Der Münchner Automobilhersteller hat mit ZF einen Vertrag über mehrere Milliarden Euro geschlossen. Die Vereinbarung läuft bis in die späten 2030er-Jahre und umfasst die Lieferung und Weiterentwicklung von Acht-Gang-Automatgetrieben. Der 8HP-Getriebebaukasten soll kontinuierlich modernisiert werden. Die BMW-Aktie reagierte am Montag mit einem Plus von 0,62 Prozent auf 87,96 Euro.

Für ZF ist es der größte Einzelauftrag der Division E seit 2019. Die Kernsparte entwickelt und produziert neben elektrischen und hybriden Antrieben auch Verbrenner. Der Friedrichshafener Zulieferer steckt tief in der Krise: Nettoverbindlichkeiten aus Übernahmen und schwache Bestellungen belasten das Geschäft massiv. Bis Ende 2028 sollen in Deutschland bis zu 14.000 Stellen gestrichen werden.

Planungssicherheit trotz Strukturwandel?

Der langfristige Vertrag verschafft ZF die dringend benötigte Planungssicherheit. Auf die geplanten Stellenstreichungen wirke sich der Deal jedoch nicht aus, so ein Unternehmenssprecher. Das Unternehmen mit rund 161.600 Mitarbeitern an 161 Standorten in 30 Ländern erzielte 2024 einen Umsatz von etwa 41,4 Milliarden Euro.

Parallel dazu hebt JPMorgan das Kursziel für BMW von 89 auf 100 Euro an. Die US-Bank belässt die Einstufung auf „Overweight“. Analyst Jose Asumendi begründet dies mit dem bevorstehenden Führungswechsel im Mai. Der neue Fokus auf Produktion, Produktfrequenz und Umsatzstabilität solle Marktanteile und Margen gegen die agile Konkurrenz aus China absichern. Die Bewertungsbasis wurde auf Juni 2027 vorgerollt.

Strategischer Schwenk unter neuer Führung

Mit dem Wechsel an der Spitze will BMW seine Wettbewerbsposition schärfen. Die chinesischen Hersteller setzen die etablierten Autobauer zunehmend unter Druck. Der Milliardenvertrag mit ZF sichert die Getriebe-Versorgung langfristig ab – ein wichtiger Baustein für die Produktionsstabilität der kommenden Jahre.

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