BMW konkretisiert derzeit gleich zwei zentrale Modellprojekte: die neue 3er-Baureihe mit dem M350 xDrive als stärkstem Sechszylinder außerhalb des M3, sowie das i3 Sedan als elektrischen Nachfolger des i4 Gran Coupé. Beide Vorhaben markieren einen wichtigen Schritt im laufenden Produktzyklus des Münchener Autobauers.
M350 xDrive löst Diesel-Performance ab
Beim neuen 3er kündigte BMW an, dass der M350 xDrive der einzige 3er mit Sechszylinder außerhalb des M3 sein wird. Die vorläufigen Werksangaben nennen 326 kW beziehungsweise 443 PS, ein maximales Drehmoment von 580 Newtonmetern und einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden.
Zugleich bestätigte BMW, dass der M340d ausläuft – damit verschwindet die Diesel-Performance-Variante komplett aus dem 3er-Programm. Die Produktion der neuen Baureihe soll im zweiten Halbjahr 2026 anlaufen.
Offen bleibt vorerst, ob es eine hecklastige RWD-Variante des M350 geben wird. BMW Deutschland äußerte sich dazu zurückhaltend und verwies auf weitere Informationen, die bis Ende September erwartet werden. Für Anleger ist das ein Detail am Rande – die strategische Botschaft liegt eher in der klaren Fokussierung auf Sechszylinder-Benziner statt Diesel im Performance-Segment.
i3 Sedan übernimmt die Rolle des i4 Gran Coupé
Parallel treibt BMW die Elektrifizierung voran. Der neue i3 wurde in der BMW Welt präsentiert, die ersten Kundenauslieferungen in Europa sollen im Herbst 2026 starten, in Amerika erst 2027. Produziert wird das Modell zunächst in München, ab 2027 zusätzlich in Mexiko.
Eine separate Langversion mit dem internen Codenamen NA8 ist für die Fertigung in China vorgesehen – ein Hinweis darauf, dass BMW den chinesischen Markt weiterhin gezielt mit lokal zugeschnittenen Varianten bedienen will.
Funktional soll das i3 Sedan das bisherige i4 Gran Coupé ersetzen. Die aktuelle G26-Generation des i4 dürfte nach derzeitigem Stand zwischen Ende 2026 und dem ersten Quartal 2027 auslaufen. Ergänzt wird die Elektrostrategie durch einen neuen Fertigungsprozess im Werk Regensburg, wo die Batterie künftig bereits vor dem Rollout der Neuen Klasse mit der Karosserie verbunden wird.
Kursbild bleibt angespannt
Die BMW-Aktie schloss am Freitag bei 62,92 Euro, nahezu unverändert gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von 6,0 Prozent zu Buche, während der Titel seit Jahresbeginn rund ein Drittel seines Wertes verloren hat. Vom 52-Wochen-Hoch bei 97,90 Euro, erreicht im Dezember, trennen die Aktie derzeit 36 Prozent – ein Abstand, der die anhaltende Skepsis der Anleger widerspiegelt.
Die Deutsche Bank hatte Anfang September ihre Kaufempfehlung mit Kursziel 90 Euro bekräftigt, allerdings liegt diese Einschätzung inzwischen mehr als eine Woche zurück und wurde in mehreren Sekundärmeldungen wiederholt. Für die kommenden Wochen dürfte entscheidend sein, ob die neuen Modelle – vom M350 xDrive bis zum i3 Sedan – den Absatz stabilisieren können, während BMW seine Produktionskapazitäten zwischen München, Mexiko und China neu ordnet.
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