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BMW Aktie: Liefervereinbarung mit Aumovio

BMW vertieft Kooperationen mit Aumovio und NXP, während Gewinn und Umsatz sinken. Der Konzern plant 8.000 Stellenstreichungen bis 2027.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Liefervereinbarung mit Aumovio
  • NXP-Chips für digitale Fahrzeugzugänge
  • Nettoergebnis fällt um 35 Prozent
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief

BMW baut sein Netz an Technologiepartnerschaften aus, während der Konzern operativ weiter unter Druck steht. Nur wenige Tage nach der Vorlage schwacher Quartalszahlen vereinbarten BMW und Aumovio SE am Mittwoch eine langfristige Liefer- und Entwicklungsvereinbarung, mit der beide Unternehmen ihre Technologiepartnerschaft vertiefen. Details zum Umfang der Kooperation nannten die Unternehmen zunächst nicht.

Neue Kooperationen mit Aumovio und NXP

Die Vereinbarung mit Aumovio kommt nur wenige Tage nach einem Vergleich, mit dem BMW einen Rechtsstreit um ein Bremssystem mit Aumovio und Continental beigelegt hatte. Damals hatte BMW im Gegenzug für eine Ausgleichszahlung neue Aufträge im Volumen von über einer Milliarde Euro an Aumovio vergeben. Die neue Liefer- und Entwicklungsvereinbarung setzt diese engere technische Zusammenarbeit fort.

Auch mit dem Halbleiterhersteller NXP Semiconductors intensiviert BMW die Zusammenarbeit. Wie NXP mitteilte, wird BMW die „Trimension UWB“-Plattform des Unternehmens für digitalen Fahrzeugzugang und Anwesenheitserkennung in kommenden Modellen ab dem Modelljahr 2026 einsetzen. Ergänzend dazu strukturierte BMW nach eigenen Angaben zuletzt seine Konzernkommunikation neu, Sandra Schillmöller übernahm dabei die Zuständigkeit für die Kommunikation im Bereich Innovation und Technologie.

Ergebnisdruck bleibt bestehen

Der Hintergrund der zahlreichen Partnerschaften ist eine angespannte Ertragslage. Wie die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichtete, brach das Nettoergebnis im zweiten Quartal um rund 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein, nach 1,8 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank laut Halbjahresbericht um 7,9 Prozent auf 31,26 Milliarden Euro, die EBIT-Marge im Automobilsegment fiel auf 2,3 Prozent nach 5,4 Prozent im Vorjahr. BMW bestätigte zugleich die im Juni gesenkte Jahresprognose, die für das Automobilsegment nur noch eine Marge zwischen 1 und 3 Prozent vorsieht.

Um die Kostenbasis zu senken, kündigte der Konzern zudem an, bis Ende 2027 weltweit rund 8.000 Stellen abzubauen, vor allem in Verwaltung und Entwicklung in Deutschland, wie die FAZ berichtete. Parallel dazu lief im Stammwerk München bereits die Serienproduktion der vollelektrischen Limousine i3 auf Basis der „Neuen Klasse“ an – ein Hoffnungsträger für die Modelloffensive der kommenden Jahre. Für weitere strategische Weichenstellungen verweisen mehrere Analysehäuser auf den Kapitalmarkttag Ende September, auf dem der Konzern seine Profitabilitätsziele konkretisieren soll.

Analysten uneins über die Aktie

Nach der Investorenveranstaltung zu den Quartalszahlen fiel das Analystenurteil gemischt aus. Deutsche Bank Research bestätigte am 3. August die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 90,00 Euro. Goldman Sachs beließ die Aktie zum selben Zeitpunkt ebenfalls auf „Buy“, senkte das Kursziel jedoch von 84,00 auf 82,00 Euro. Vorsichtiger positionierten sich Jefferies mit einem Hold-Rating und einem Kursziel von 70,00 Euro sowie Bernstein Research, das sein Kursziel Ende Juli von 85,00 auf 80,00 Euro senkte, die Einstufung „Outperform“ aber beibehielt. Mehrere Häuser verwiesen dabei explizit auf den anstehenden Kapitalmarkttag als nächsten wichtigen Trigger für die Aktie.

Kurs bleibt unter Druck

An der Börse spiegelt sich die schwierige Lage im Kursverlauf wider. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 59,68 Euro und büßte damit 0,80 Prozent ein. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 36,12 Prozent zu Buche, der Titel notiert damit deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Zum 52-Wochen-Tief von 56,40 Euro, das erst am 24. Juli markiert wurde, beträgt der Abstand lediglich 5,82 Prozent – ein Zeichen dafür, dass sich der Kurs derzeit nahe seinen Jahrestiefs bewegt, während die Aktie gleichzeitig fast 40 Prozent von ihrem Hoch aus dem Dezember entfernt bleibt.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.