ODDO BHF hat gestern das Kursziel für BMW von 55 auf 52 Euro gesenkt. Medienberichten zufolge bestätigte das Analysehaus zugleich die Einstufung „Neutral“. Damit änderte sich die Bewertung, nicht aber die grundsätzliche Anlageempfehlung.
Auch Deutsche Bank Research reduzierte gestern ihr Kursziel, und zwar von 71 auf 66 Euro. Die Einstufung blieb bei „Buy“. Als Anlass nannte die dpa-AFX-Analyse die Senkung der BMW-Unternehmensziele für das laufende Geschäftsjahr.
Absatz und Sonderbelastungen im Blick
BMW hatte am Mittwoch für die Automobilauslieferungen einen moderaten Rückgang von 5 % bis knapp 10 % angekündigt. Zuvor hatte der Konzern lediglich einen leichten Rückgang erwartet. Reuters führte die erneute Prognosesenkung unter anderem auf beschleunigte Strukturmaßnahmen und die schwächere Nachfrage in China zurück.
Der Vorstand beschloss am Mittwoch eine Ausweitung und Intensivierung der Portfolio- und Strukturmaßnahmen. Nach Unternehmensangaben belasten sie das Ergebnis im Segment Automobile im vierten Quartal nicht-operativ. Für das Gesamtjahr erwartet BMW dadurch eine Belastung der EBIT-Marge von rund 2,5 Prozentpunkten.
Die am Mittwoch veröffentlichte Prognose sieht für die berichtete EBIT-Marge im Automobilsegment 2026 eine Spanne von -0,5 % bis +0,5 % vor. Beim freien Cashflow hält BMW dagegen an der Erwartung von mehr als 2,5 Mrd. € fest.
Quartalsergebnis als Vergleichsgröße
Für das dritte Quartal 2026 meldete BMW am Mittwoch einen Konzernumsatz von 30.452 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 2.083 Mio. €, die entsprechende Marge auf 6,8 %.
Im Automobilsegment erreichte die EBIT-Marge im dritten Quartal 2026 noch 3,4 %. Für die ersten neun Monate 2026 bezifferte BMW den Konzernüberschuss auf 4.320 Mio. €.
Überzeugt bin ich nur zum Teil: Beim freien Cashflow hält BMW an mehr als 2,5 Mrd. € fest, die Auslieferungsprognose senkt der Konzern dagegen erneut. Ich achte deshalb auf das vierte Quartal im Segment Automobile.
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