JPMorgan hat das Kursziel für BMW am Mittwoch von 82 auf 68 Euro gesenkt, die Einstufung „Overweight“ aber beibehalten. Die Anpassung folgte auf die angekündigten einmaligen Belastungen. Heute fällt die BMW-Aktie um 2,4%.
Analysten bewerten Ergebnis und Cashflow unterschiedlich
Laut dpa-AFX berücksichtigte JPMorgan-Analyst Jose M. Asumendi die angekündigten Einmalbelastungen und senkte seine Prognosen für das bereinigte operative Ergebnis. Die Korrekturen betreffen sowohl 2026 als auch 2027. Trotz des niedrigeren Kursziels nahm das Haus keine Änderung seiner Anlageempfehlung vor.
Jefferies bestätigte am Mittwoch nach den Quartalszahlen die Einstufung „Hold“ und das Kursziel von 60 Euro. Analyst Philippe Houchois zufolge übertraf die EBIT-Marge der Autosparte die Erwartungen. Der Free Cashflow blieb dagegen hinter den Erwartungen zurück.
China belastet das Quartalsergebnis
BMW meldete am Mittwoch für das dritte Quartal 2026 ein Konzernergebnis vor Steuern von 2.083 Millionen Euro. Die EBIT-Marge im Segment Automobile erreichte 3,4 Prozent. Das Unternehmen verwies dabei auf den Absatzrückgang in China.
Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,8 Prozent auf 30,45 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um 29,7 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro zurück.
Als Grund für den am Mittwoch gesenkten Margenausblick nannte BMW zusätzliche Portfolio- und Strukturmaßnahmen. Diese sollen das Ergebnis des Automobilsegments im vierten Quartal nicht-operativ belasten. Dazu gehört auch der beschleunigte Abbau von Managementfunktionen.
Vor Portfolio- und Strukturmaßnahmen erwartet BMW für das Automobilsegment weiterhin eine EBIT-Marge von mehr als 2,0 Prozent. Die Prognose für dessen Free Cashflow blieb bei mehr als 2,5 Milliarden Euro. Den BMW Group Bericht 2026 will das Unternehmen am 11. März 2027 veröffentlichen.
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