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BMW Aktie: iX4 in München gesichtet

BMW-Aktie kämpft mit Kursverlusten nahe Jahrestief, während Analysten die günstige Bewertung und sinkende Branchengewinne abwägen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Niedriges KGV von 6,9
  • Hohe Dividendenrendite von 7,7%
  • Neue Modelle wie iX4 und E-M3

Die BMW-Aktie befand sich zuletzt in einer heiklen technischen Phase: Nach einem langen Abwärtstrend nähert sich das Papier einer wichtigen charttechnischen Hürde, notiert dabei aber nur wenige Prozent über seinem jüngsten Jahrestief. Parallel dazu rückt die fundamentale Bewertung des Autobauers in den Fokus von Analysten, während BMW an mehreren Fronten seine Modelloffensive vorantreibt.

Kurs kämpft sich an Widerstand heran, Tief liegt nah

Der Schlusskurs von 58,98 Euro zeigt, wie stark BMW im laufenden Jahr unter Druck geraten ist: Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 38,51 Prozent zu Buche. Damit notiert die Aktie nur rund 4 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief, das erst vor wenigen Tagen markiert wurde. Charttechniker beobachten aktuell, wie sich das Papier an eine nächste größere Widerstandsmarke heranarbeitet – ein Signal, dass der massive Abwärtstrend zumindest kurzfristig an Fahrt verliert, ohne dass sich daraus bereits eine Trendwende ableiten lässt.

Niedriges KGV, hohe Dividendenrendite – aber Warnzeichen bei den Gewinnen

Im Vergleich der deutschen Autobauer fällt BMW durch eine besonders günstige Bewertung auf. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 6,9, während die Dividendenrendite mit 7,7 Prozent deutlich über dem liegt, was Anleger in vielen anderen DAX-Werten finden. Diese Kombination gilt üblicherweise als Kaufsignal für wertorientierte Investoren. Ein Commerzbank-Analyst warnte laut Handelsblatt jedoch vor sinkenden Gewinnen in der Branche – ein Hinweis darauf, dass die niedrige Bewertung auch eine Reaktion auf schwindende Ertragskraft sein könnte, nicht allein eine Unterbewertung. Die Branche insgesamt kämpft mit sinkender Profitabilität: Der Nettogewinn der deutschen Autoindustrie brach 2025 gegenüber 2022 deutlich ein, ebenso die ausgeschütteten Dividenden.

Neue-Klasse-Offensive: iX4, elektrischer M3 und neue Konzepte

Während die Bilanzzahlen unter Druck stehen, treibt BMW sein Modellportfolio weiter voran. In München wurde jüngst der kommende iX4 gesichtet, der Nachfolger des X4 auf Basis der Neue-Klasse-Plattform. Das SUV soll in den Varianten 40 xDrive und 50 xDrive kommen und sich die technische Basis mit dem iX3 teilen; Berichten zufolge soll die Reichweite nach WLTP-Norm bis zu 500 Meilen erreichen. Der Marktstart wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.

Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans zeigte BMW zudem das M Concept Neue Klasse, das die künftige Design-sprache der M-Modelle vorwegnehmen soll – Antriebsdetails wurden dabei nicht genannt. Zur Zukunft der Performance-Baureihe äußerte sich BMW-M-Chef Frank van Meel konkreter: Der elektrische M3 werde nicht auf ein Kräftemessen mit Mercedes-AMG um extreme Leistungswerte jenseits der 1.300 PS setzen. Stattdessen soll die Leistung zwar über der des aktuellen Sechszylinders mit 543 PS liegen, jedoch nicht in den vierstelligen Bereich vorstoßen – der Fokus liege auf Kontrollierbarkeit und Alltagstauglichkeit auf der Rennstrecke. Für die Verbrenner-Fangemeinde bleibt zudem der M6 im Gespräch, der Berichten zufolge mit einem 4,4-Liter-Achtzylinder-Biturbo samt Hybridsystem und geschätzten 670 PS ausgestattet sein und bei rund 115.000 US-Dollar starten soll.

Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Charttechnisch bleibt die Lage angespannt, solange BMW den Widerstand nicht nachhaltig überwindet und der Kurs nahe am Jahrestief verharrt. Fundamental sprechen niedriges KGV und hohe Dividendenrendite für eine attraktive Bewertung – vorausgesetzt, die von Analysten befürchtete Gewinnschwäche der Branche trifft BMW nicht härter als bislang eingepreist.

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