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BMW Aktie: Historischer Deal naht

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien sieht drastische Zollsenkungen für Luxusautos vor. Dies könnte BMWs Absatz auf dem indischen Markt erheblich ankurbeln.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Importzölle für Luxusautos sollen von 110 auf 40 Prozent fallen
  • Abkommen fokussiert auf Verbrenner, BMWs strategische Stärke
  • Indien als potenzieller Wachstumsmarkt für Premiumfahrzeuge
  • Aktienkurs notiert trotz positiver Nachrichten unter Jahresdurchschnitt

Die Tür zu einem der größten Wachstumsmärkte der Welt könnte sich für den Münchner Autobauer weit öffnen. Berichten zufolge steht das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien unmittelbar vor dem Abschluss – mit drastischen Zollsenkungen für deutsche Luxuskarossen als Kernpunkt. Zündet der Konzern nun die nächste Wachstumsstufe auf dem Subkontinent?

Die wichtigsten Fakten:
* Aktueller Kurs: 87,88 €
* Performance 2026: -8,15 % (YTD)
* Geplante Zollsenkung: Von bis zu 110 % auf 40 %
* Entscheidender Termin: Dienstag, 27. Januar 2026

Massive Zollsenkungen erwartet

Für die deutsche Automobilindustrie richten sich am morgigen Dienstag alle Blicke nach Neu-Delhi. Verhandlungskreise deuten darauf hin, dass die Importzölle für europäische Verbrennerfahrzeuge signifikant fallen werden. Bisher werden Luxusautos mit Abgaben von bis zu 110 Prozent belegt, was die Marktpreise vor Ort enorm in die Höhe treibt.

Der neue Entwurf sieht eine Reduzierung auf 40 Prozent vor. Diese Erleichterung soll für eine Importquote von rund 200.000 Fahrzeugen jährlich gelten. Ein wichtiges Detail für die Strategieabteilung in München: Elektrofahrzeuge sind von dieser spezifischen Regelung zunächst für fünf Jahre ausgenommen, der Fokus liegt also klar auf dem klassischen Verbrennergeschäft.

Potenzial für den Absatz-Turbo

Hardeep Singh Brar, Leiter von BMW India, ordnet die Entwicklung als potenziellen „historischen Meilenstein“ ein. Zwar macht das Luxussegment aktuell nur etwa ein Prozent des indischen Pkw-Marktes aus, doch die Dynamik stimmt. Im Jahr 2025 verzeichnete BMW dort bereits einen Rekordabsatz von über 18.000 Einheiten – ein Plus von 14 Prozent. Fallen die Zollschranken, könnte das Unternehmen sein Produktportfolio vor Ort massiv ausweiten und neue Käuferschichten erschließen.

Passend zu diesen Aussichten bestätigte der Konzern am Montag seine Treue zum High-End-Verbrenner. Trotz Elektrifizierung bleiben V8- und V12-Motoren fester Bestandteil der Planung für spezifische Märkte. Da die indischen Zollsenkungen explizit Verbrenner begünstigen, spielt diese strategische Entscheidung den Münchnern nun in die Hände.

Chartbild und Bewertung

Trotz der positiven fundamentalen Nachrichten notiert die BMW Aktie im bisherigen Jahresverlauf mit einem Minus von 8,15 Prozent im roten Bereich. Aktuell bewegt sich das Papier bei 87,88 Euro und damit unterhalb der wichtigen 50-Tage-Linie (91,78 Euro). Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 63,56 Euro beträgt jedoch noch komfortable 38 Prozent, was auf eine gewisse Bodenbildung hindeutet.

Die Bewertung erscheint mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 8,1 auf Basis der 2025er Schätzungen moderat. Analysten von Bernstein Research hatten ihre Einschätzung bereits Mitte Januar bestätigt und sehen im Autosektor für 2026 weiteres Potenzial.

Sollten sich die Details des Abkommens am 27. Januar bestätigen, könnte dies der notwendige Impuls sein, um die charttechnische Korrektur zu beenden. Anleger achten nun darauf, ob die Marke von 88 Euro nachhaltig zurückerobert wird, um den Angriff auf den gleitenden Durchschnitt bei knapp 92 Euro zu starten.

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