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Symbolbild, KI-generiert

BMW Aktie: Gewinnrückgang, Dividende erhöht

Der Automobilkonzern meldet einen deutlichen Gewinnrückgang, erhöht aber die Dividende und setzt auf neue Elektromodelle für die Zukunft. Ein Führungswechsel steht bevor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn und Umsatz im Geschäftsjahr 2025 gesunken
  • Dividende wird um 10 Cent auf 4,40 Euro angehoben
  • Fokus auf neue Elektrofahrzeug-Plattform 'Neue Klasse'
  • CEO-Wechsel zu Milan Nedeljkovic im Mai 2026

Weniger Gewinn – und trotzdem mehr Dividende. BMW hat auf der Jahreskonferenz 2026 eine Bilanz vorgelegt, die auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, bei näherer Betrachtung aber ein klares Signal sendet: Der Konzern setzt auf Kontinuität, auch in schwierigem Fahrwasser.

Zahlen unter Druck, Ausschüttung steigt

Das EBIT sank im Geschäftsjahr 2025 um 11,5 Prozent auf 10,19 Milliarden Euro. Der Umsatz gab um 6,3 Prozent auf rund 133,5 Milliarden Euro nach, der Nettogewinn fiel um 3 Prozent auf 7,45 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich waren der anhaltend schwache China-Markt – die Auslieferungen dort brachen um 12,5 Prozent ein – sowie Zollbelastungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Die operative Marge im Automobilsegment sank auf 5,3 Prozent.

Gleichzeitig hob BMW die Dividende um 10 Cent auf 4,40 Euro je Stammaktie an. Zusammen mit dem laufenden Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro bis April 2027 unterstreicht das Management sein Vertrauen in die Cashflow-Stärke des Konzerns – trotz der schwachen Ertragslage.

Neue Klasse als Wachstumshebel

Der strategische Fokus liegt klar auf der Neuen Klasse. Der erste Vertreter, der iX3, ist seit wenigen Tagen bei Händlern und verzeichnet laut BMW hohe Bestellzahlen – das Unternehmen hat bereits eine zusätzliche Produktionsschicht eingeführt. Am 18. März folgt die Design-Premiere des neuen i3, dessen „Heart of Joy“-Antriebssystem zehnmal schneller reagieren soll als bisherige Systeme. Im Sommer wird der neue X5 vorgestellt – das erste BMW-Serienmodell mit fünf Antriebsarten inklusive Wasserstoff. Im April debütiert das 7er-Facelift in Peking.

Für 2025 steigerte BMW seine Elektrofahrzeug-Verkäufe auf 442.056 Einheiten, rund 17,9 Prozent aller Auslieferungen. 2026 peilt der Konzern das zweimillionste vollelektrische Fahrzeug an.

Verhaltener Ausblick, Führungswechsel im Mai

Für 2026 erwartet BMW einen moderaten Rückgang beim Vorsteuergewinn und stagnierende Auslieferungszahlen. Zollbelastungen dürften die EBIT-Marge im Automobilsegment um rund 1,25 Prozentpunkte drücken. CFO Walter Mertl rechnet allerdings ab der zweiten Jahreshälfte mit Entlastung, wenn EU-Zölle auf US-Fahrzeuge wegfallen.

Zum 14. Mai übernimmt Milan Nedeljkovic das CEO-Amt von Oliver Zipse. Der bisherige Produktionsvorstand hat die Neue Klasse maßgeblich mitgestaltet – ein Wechsel, der die Elektro-Offensive strukturell verankern dürfte. Die BMW-Aktie notiert aktuell rund 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und damit deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Ob die Neue Klasse die erhoffte Neubewertung bringt, wird sich spätestens mit den ersten Absatzzahlen des iX3 zeigen.

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