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BMW Aktie: Entwicklungsstand unverändert

BMW beginnt mit der Vorserienfertigung des neuen i3 in München, während Analysten angesichts der Marktschwäche in China eine vorsichtige Bewertung beibehalten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorserienstart für neue Elektro-Limousine i3
  • Neue 800-Volt-Architektur für mehr Reichweite
  • Analysten sehen China als größtes Risiko
  • Aktienkurs notiert unter wichtiger Durchschnittslinie

BMW schaltet bei seiner Elektro-Offensive einen Gang hoch: Im Stammwerk München läuft die Vorserienproduktion des neuen i3 an – ein wichtiger Praxistest für die „Neue Klasse“. Gleichzeitig bleiben Analysten trotz der technologischen Fortschritte vorsichtig, weil vor allem China als Bremsklotz gilt. Kann BMW die neue Plattform zügig in die Serie bringen, ohne dass die Anlaufkosten die Stimmung verhageln?

i3-Vorserie in München: Testlauf unter Realbedingungen

BMW hat bestätigt, dass im Werk München die Vorserienproduktion der neuen vollelektrischen Limousine im 3er-Segment (i3) gestartet ist. Damit beginnt operativ die heiße Phase für die „Neue Klasse“, deren Serienfertigung in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen soll.

Der i3 basiert auf einer neu entwickelten 800-Volt-Architektur. Laut BMW soll sie gegenüber der aktuellen Generation 30% höhere Ladegeschwindigkeit und 30% mehr Reichweite ermöglichen. Für München ist der Schritt auch organisatorisch bedeutsam: Erstmals wird ein Modell der „Neuen Klasse“ vollständig in die bestehenden Strukturen des Stammwerks integriert. Werksleiter Peter Weber spricht von einem entscheidenden Testlauf, um Logistik und Fertigung unter realen Bedingungen abzusichern.

Analysten bleiben zurückhaltend – China als Knackpunkt

Parallel zur Produktionsmeldung haben zwei große Häuser ihre Einordnung bekräftigt bzw. bereits angepasst – beide mit klarer Botschaft: Langfristig wichtig, kurzfristig nicht ohne Gegenwind.

  • Jefferies bestätigt „Hold“ und belässt das Kursziel bei 100,00 Euro. Die „Neue Klasse“ gilt als zentral für die künftige Wettbewerbsfähigkeit, das kurzfristige Bild in den Absatzmärkten bleibt aber gemischt.
  • UBS hatte im Januar auf „Neutral“ umgestellt und ein Kursziel von 93,00 Euro genannt. Begründung: die anhaltende Schwäche in China, die das Aufwärtspotenzial begrenze.

Am Markt spiegelt sich diese Vorsicht zumindest in der jüngeren Tendenz: Auf 30 Tage gesehen liegt die Aktie 6,47% im Minus, der Kurs von 87,00 Euro notiert zudem unter dem 50-Tage-Durchschnitt (91,41 Euro).

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Die Fakten im Überblick

  • Operativ: Vorserienproduktion i3 („Neue Klasse“) in München gestartet, Serie ab 2. Halbjahr 2026 geplant
  • Technik: 800-Volt-Architektur, laut BMW +30% Ladegeschwindigkeit und +30% Reichweite vs. aktuelle Generation
  • Analysten: Jefferies Hold, Ziel 100,00 €; UBS Neutral, Ziel 93,00 €
  • Kursdaten: 87,00 € (heute -0,41%), -6,47% in 30 Tagen, RSI 36,7

USA robust, China schwierig – darum bleibt die Debatte offen

Der regionale Mix bleibt der entscheidende Stimmungsfaktor. In den zuletzt verfügbaren geprüften Jahresdaten (Geschäftsjahr 2024) kommt BMW global auf rund 2,45 Mio. Fahrzeuge. Auffällig ist die Spreizung zwischen den großen Märkten: USA robust (BMW Marke: 417.638 Einheiten), China weiter herausfordernd (BMW Marke: 625.527 Einheiten). Genau dort verweisen Analysten auf hohen Wettbewerbsdruck und Preiskämpfe, speziell im EV-Segment.

Der operative Fortschritt in München zeigt zwar, dass BMW die „Neue Klasse“ konkret auf die Straße bringt. Die Bewertung an der Börse hängt aber auch daran, wie stabil die Nachfrage in Schlüsselregionen bleibt.

Zum nächsten wichtigen Prüfstein wird die Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts: Dann richtet sich der Blick darauf, wie sich die Anlaufkosten der neuen Plattformen auf den Free Cash Flow auswirken.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.