BMW treibt die Elektrifizierung seiner sportlichen Modellreihen voran. Am heutigen Donnerstag stellte der Münchner Autobauer den iX3 M60 xDrive als neues vollelektrisches M-Performance-Modell vor. Der Neuzugang markiert einen weiteren Schritt des Konzerns, leistungsstarke Antriebe schrittweise in das reine Elektro-Segment zu überführen.
Die Ankündigung fügt sich nahtlos in die Neuausrichtung der bayerischen Produktionsstandorte ein. Erst am vergangenen Freitag meldete das Werk München das Jubiläum von einer Million gefertigten Fahrzeugen der Submarke BMW M. Zugleich bestätigte das Unternehmen, dass im Münchner Stammwerk künftig auch ein vollelektrischer BMW M3 vom Band laufen soll. Ab dem Jahr 2027 will BMW am Heimatstandort ausschließlich reine Stromer fertigen.
Zurückhaltende Reaktionen am Kapitalmarkt
Trotz der Produktvorstellungen bleibt die Stimmung am Markt verhalten. Im gestrigen Handel fiel die BMW-Aktie um 1,1 Prozent auf einen Schlusskurs von 53,72 Euro. Damit bewegt sich das Papier weiterhin nahe an seinem 52-Wochen-Tief von 52,50 Euro.
Belastend wirken vor allem die jüngsten Signale zur mittelfristigen Ertragskraft des Automobilkonzerns. Beim Kapitalmarkttag stellte der Vorstand Maßnahmen zur Steigerung von Profitabilität und Resilienz vor. Dazu zählen ein verschlanktes Produktportfolio, mehr KI-Einsatz sowie um 20 Prozent reduziertere Managementstrukturen.
Für das Automobilgeschäft peilt das Management bis 2028 jedoch lediglich eine operative EBIT-Marge von 3 bis 5 Prozent an, bevor langfristig Anfang der 2030er Jahre wieder eine Spanne von 8 bis 10 Prozent erreicht werden soll.
Analysten korrigieren Kursziele
Auf Seiten der Analysten stieß dieser Ausblick auf Ernüchterung. Am Montag reagierte das Analysehaus Jefferies und reduzierte das Kursziel für die Aktie von 70 auf 60 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Hold“.
Analyst Philippe Houchois begründete diesen Schritt mit dem als wenig zuversichtlich wahrgenommenen Auftritt des Managements, fehlenden Aussagen zur künftigen Kapitalrückführung sowie den Nachwirkungen einer vorangegangenen Gewinnwarnung. In der Folge senkte das Haus auch seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Jahr 2027.
Zu einer etwas optimistischeren Einschätzung gelangte Deutsche Bank Research. Das Haus reduzierte sein Kursziel am 1. Oktober von 78 auf 71 Euro, hielt aber an der Einstufung „Buy“ fest.
Konkrete Einblicke in die operative Verfassung des laufenden Geschäftsjahres erhalten Marktteilnehmer in wenigen Wochen: Für den 4. November hat BMW die Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 30. September angekündigt.
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