BMW liefert erstmals handfeste Details zur elektrischen M-Zukunft – und die Börse reagiert prompt. Der Münchner Autobauer bestätigte heute das technische Konzept für den kommenden M3 mit Batterie-Antrieb und meldet gleichzeitig den Produktionsstart seines ersten E-Autos in Malaysia. Die Aktie zieht kräftig an.
Die wichtigsten Fakten:
- Kurs legt um 2,71% auf 90,86 Euro zu (Stand: 09:56 Uhr)
- Elektrischer M3 kommt 2027 mit vier Motoren – je einer pro Rad
- Erste lokale EV-Fertigung in Malaysia angelaufen (BMW i5)
- 20 neue Modelle für China in 2026 geplant
Vier Motoren und Sound-Generator
Das technische Konzept ist ungewöhnlich: BMW setzt beim elektrischen M3 auf ein Quad-Motor-Setup. Jedes Rad erhält einen eigenen Antrieb, was maximale Traktion und Agilität verspricht. Um die Kernzielgruppe nicht zu verlieren, ergänzt der Hersteller die Hardware um simulierte Schaltvorgänge und künstlichen Motorsound.
Der Schritt zeigt, dass BMW die Elektrifizierung seiner profitabelsten Baureihe ernst nimmt, ohne die Performance-DNA zu verwässern. Für 2027 ist der Marktstart terminiert – ein direkter Angriff auf Teslas Model 3 Performance und die kommende elektrische C-Klasse von Mercedes.
Malaysia-Werk nimmt Betrieb auf
Parallel dazu startet in Kulim die Montage des BMW i5 eDrive40 M Sport Pro. Es ist das erste vollelektrische Modell, das BMW lokal in Malaysia fertigt. Der Standort bedient künftig den südostasiatischen Markt und umgeht damit Importzölle. Ergänzend stellte der Konzern den iX1 eDrive20L M Sport für die Region vor.
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Die Local-for-Local-Strategie soll Logistikkosten senken und die Margen in Asien stützen. Nach schwierigen Monaten in China – 2025 lieferte BMW dort über 625.000 Fahrzeuge aus, konnte aber Marktanteile nicht ausbauen – setzt der Konzern auf eine Modelloffensive mit rund 20 Neuheiten für 2026.
Gegenbewegung nach Schwächephase
Der heutige Kurssprung erfolgt nach einer mehrwöchigen Korrektur. Seit Jahresbeginn hatte die Aktie rund 5% verloren, belastet durch Unsicherheiten im China-Geschäft und zurückhaltende Analystenstimmen. Die konkreten Produktdetails zur „Neuen Klasse“ und die Fertigungsfortschritte in Asien liefern nun positive Impulse.
Am 12. März folgen die vollständigen Geschäftszahlen für 2025 samt Ausblick auf das laufende Jahr. Bis dahin dürfte die Aktie versuchen, die Marke von 91 Euro nachhaltig zu überwinden und die jüngsten Tiefs hinter sich zu lassen.
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