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Symbolbild, KI-generiert

BMW Aktie: Deutsche Bank hebt Kursziel auf 90 Euro

BMW verzeichnet hohe Neuzulassungen und wächst im Premiumsegment, während der Aktienkurs auf Jahressicht deutlich nachgibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs fällt um 37 Prozent
  • Deutlicher Anstieg der Neuzulassungen
  • Elektroautoanteil über ein Viertel
  • Lieferengpässe durch fehlende Batterien

Starke Verkaufszahlen, schwache Kurse. Bei BMW klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Während die Papiere in diesem Jahr massiv einbrachen, zieht der Autobauer im Tagesgeschäft an der Konkurrenz vorbei.

Das Papier beendete den Freitagshandel bei 60,66 Euro. Auf Jahressicht steht ein drastisches Minus von knapp 37 Prozent auf der Anzeigetafel. Erst am vergangenen Dienstag markierte der Kurs bei 57,06 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Überholmanöver im Premium-Segment

Operativ liefert der Konzern völlig andere Signale. Im vergangenen Monat verzeichnete die Kernmarke in Deutschland über 26.000 Neuzulassungen. Das entspricht einem kräftigen Plus von fast einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr. Damit distanziert BMW die Rivalen Mercedes-Benz und Audi klar.

Besonders Elektroautos treiben das Wachstum. Ihr Anteil am Gesamtabsatz sprang auf deutlich über ein Viertel. Auch im abgelaufenen Halbjahr zog BMW mit rund 126.000 verkauften Autos an Mercedes vorbei. Die Stuttgarter mussten im gleichen Zeitraum leichte Einbußen hinnehmen.

US-Markt als Ertragsstütze

Abseits des Heimatmarktes glänzen die Münchener ebenfalls. Im zweiten Quartal stieg der Absatz in Nordamerika um 13 Prozent. Laut Vorstandschef Sebastian Mackensen wuchs das Unternehmen damit schneller als der Gesamtmarkt. Die Rechnung geht auf.

Die Deutsche Bank sieht genau in den USA einen zentralen Hebel. Analyst Tim Rokossa stufte die Aktie am Freitag auf „Buy“ ein. Sein Kursziel liegt bei 90,00 Euro. Er bewertet Nordamerika als strategischen Knotenpunkt für Produktion und künftige Wertschöpfung.

Lieferketten unter Druck

Trotz der starken Absatzzahlen drohen kurzfristige Störungen. Im Bremer Werk fehlen aktuell Batterien des ungarischen Zulieferers CATL. Parallel dazu verzögern schwere Sturzfluten in Marokko die Lieferung wichtiger Kabelbäume. Bis sich diese Logistikrouten vollständig normalisieren, dürften 30 bis 45 Tage vergehen.

Charttechnisch keimt indes ein wenig Hoffnung auf. Der RSI-Indikator löst sich mit einem Wert von 35,4 langsam aus der überverkauften Zone. Entspannen sich die blockierten Lieferwege wie erwartet bis Mitte August, fällt ein wesentlicher Bremsklotz für das laufende Quartal weg. Das florierende Sommergeschäft im Premium-Segment liefert dafür ein robustes Fundament.

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Redaktion Kapitalmarktexperten

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