BMW setzt gleich zu Monatsbeginn zwei klare Signale: Der Konzern sichert sich über Jahre hinweg eine zentrale Komponente für Verbrenner und Hybride – und meldet zugleich, dass die strengeren EU-CO₂-Vorgaben für 2025 erfüllt wurden. Beides zahlt auf Planbarkeit ein: in der Lieferkette und bei der Regulierung. Doch wie viel sagt das über die operative Richtung 2026 aus?
Vertrag mit ZF: Getriebe bis in die 2030er
BMW hat mit ZF Friedrichshafen einen langfristigen Liefervertrag geschlossen. Es geht um das Acht-Gang-Automatikgetriebe (8HP) inklusive Weiterentwicklung – eingesetzt in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sowie in Hybridmodellen. Laut Mitteilung vom 2. Februar läuft die Vereinbarung bis in die späten 2030er-Jahre und hat ein Volumen von mehreren Milliarden Euro.
Für ZF ist es laut Unternehmenssprecher der größte Einzelauftrag der Division E seit 2019. Der Deal unterstreicht damit auch: Die Nachfrage nach Verbrennern und Hybriden bleibt für BMW weiterhin ein relevanter Baustein.
EU-CO₂-Ziel erreicht – ohne Sonderwege
Bereits Ende Januar meldete BMW, die verschärften europäischen CO₂-Flottenvorgaben für 2025 einzuhalten. Nach vorläufigen internen Berechnungen lag der WLTP-Flottenwert bei 90,0 g CO₂/km – erlaubt waren für BMW 92,9 g. Damit blieb der Konzern 2,9 g unter dem Grenzwert.
Auffällig: BMW erreichte das nach eigenen Angaben ohne Pooling-Vereinbarungen mit anderen Herstellern und ohne die 2025 eingeführten Flexibilisierungsmechanismen. Gegenüber dem Vorjahr sank der Wert von 99,5 g/km um rund 9,5%.
Treiber war der höhere Anteil elektrifizierter Fahrzeuge. In der EU sowie Norwegen und Island lieferte BMW 2025 mehr als 316.000 elektrifizierte Fahrzeuge aus; der Anteil am Absatz in dieser Region stieg auf 41,1%. Vollelektrische Modelle lagen dort bei über 202.000 Einheiten bzw. 26,3%.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
– ZF-Liefervertrag: mehrere Milliarden Euro, Laufzeit bis späte 2030er
– EU-Flottenemissionen 2025: 90,0 g CO₂/km (WLTP) bei Grenzwert 92,9 g
– Konzernabsatz 2025: 2.463.715 Fahrzeuge (+0,5%)
– Elektrifizierte Fahrzeuge 2025: 642.087 (+8,3%), davon BEV 442.072 (+3,6%)
Absatz 2025, Aktienrückkauf und Kursbild
Beim Absatz zeigte sich 2025 ein gemischtes Bild: Europa (+7,3%) und die USA (+5,0%) wuchsen, während China mit 625.527 Fahrzeugen um 12,5% nachgab. Parallel lief das Aktienrückkaufprogramm 2025/2027 weiter: Zwischen 26. Januar und 1. Februar wurden 250.157 Stammaktien zu volumengewichteten Durchschnittskursen zwischen 86,53 und 87,78 Euro erworben.
Am Markt bewegt sich die Aktie heute bei 90,16 Euro. Damit liegt sie in den letzten 7 Tagen im Plus (+3,44%), bleibt aber unter dem 50-Tage-Durchschnitt (91,66 Euro).
Zum Fahrplan 2026 nennt BMW den Start des iX3 als erstes Modell der „Neuen Klasse“ sowie weitere Modellneuheiten (u. a. X5, 3er, 7er). Zudem plant der Konzern bis 2027 mehr als 40 neue oder überarbeitete Fahrzeuge einzuführen – die nächsten konkreten Meilensteine sollen damit vor allem über neue Modelle und deren Markteinführung kommen.
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