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BMW Aktie: Analysten im Zwiespalt

Die BMW-Aktie wird von Analysten kontrovers bewertet, da starke Absatzrückgänge in China auf robuste Wachstumszahlen in Europa und den USA treffen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Barclays stuft herab, JPMorgan hält an Kaufempfehlung fest
  • Absatz in China bricht um 12,5 Prozent ein
  • Wachstum in Europa und USA kompensiert Schwäche nur knapp
  • Kurs notiert unter wichtigem 50-Tage-Durchschnitt

Wohin steuert der Münchner Autobauer? Während das Kerngeschäft in Europa und den USA solide Wachstumsraten verzeichnet, bricht der einstige Hoffnungsträger China zunehmend weg. Diese fundamentale Diskrepanz spaltet aktuell die Expertenlager und sorgt für Unsicherheit am Markt, da unklar ist, welche Tendenz mittelfristig überwiegen wird.

  • Gegensätzliche Signale: Barclays stuft herab, während JPMorgan an der Kaufempfehlung festhält.
  • Regionale Kluft: Absatzeinbruch in China (-12,5 %) steht Wachstum in Europa (+7,3 %) gegenüber.
  • Charttechnik: Der Kurs notiert mit 90,62 Euro knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Experten uneinig über Zukunftsaussichten

Die Bewertung der BMW-Aktie gleicht momentan einem Tauziehen. Die britische Investmentbank Barclays sieht die Risiken im Vordergrund und senkte ihr Votum von „Equal Weight“ auf „Underweight“. Die Analysten verweisen auf ein toxisches Gemisch aus drohenden Zöllen, strengeren Emissionsvorschriften und dem anhaltenden Margendruck im hart umkämpften chinesischen Markt.

Ganz anders bewertet JPMorgan die Lage. Die US-Bank bestätigte ihre Einstufung „Overweight“. Ihr Optimismus stützt sich auf eine differenzierte Betrachtung der China-Zahlen: Trotz der dortigen Schwäche hätten sich die Absatzvolumina im vierten Quartal stabilisiert. Dies werten die Experten als wichtiges Signal für eine mögliche Bodenbildung in der wichtigsten Absatzregion.

Die Zahlen hinter dem Konflikt

Auslöser der Debatte sind die Verkaufszahlen für das Gesamtjahr 2025. Zwar erfüllte der Konzern mit 2,46 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen und einem leichten Plus von 0,5 Prozent die eigene Prognose, doch die regionale Verteilung offenbart Risse im Fundament.

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In den etablierten Märkten zeigt sich BMW robust: Die Auslieferungen in Europa legten um 7,3 Prozent zu, in den USA um fünf Prozent. Diese Stärke konnte den massiven Rückgang in China jedoch nur knapp kompensieren. Im Reich der Mitte brachen die Verkäufe im Gesamtjahr um 12,5 Prozent ein. Besonders alarmierend wirkte das vierte Quartal, in dem das Minus sogar 15,9 Prozent erreichte. Der Preiskampf bei Elektrofahrzeugen zwingt die Münchner dort zu Rabatten, was direkt auf die Profitabilität durchschlägt.

Aktuelle Kursentwicklung

Die Unsicherheit der Anleger spiegelt sich im Kursbild wider. Nach einem Rückgang von 3,41 Prozent in den letzten sieben Tagen schloss die Aktie gestern bei 90,62 Euro. Damit rutschte das Papier unter den wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 91,42 Euro, was kurzfristig als technisches Warnsignal gilt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 97,12 Euro beträgt derzeit knapp sieben Prozent, während das Jahrestief bei 63,56 Euro in weiter Ferne liegt.

Für Anleger richtet sich der Blick nun fest auf die Bilanzpressekonferenz im März. Das Management muss dort überzeugend darlegen, wie die strategische Neuausrichtung durch die „Neue Klasse“ die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern soll, ohne dass die Margen durch die China-Schwäche dauerhaft erodieren.

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