Die Papiere des Brennstoffzellen-Herstellers erleben derzeit eine beispiellose Rally und legten allein in den letzten fünf Handelstagen um rund 30 Prozent zu. Auslöser ist ein genehmigtes Großprojekt, das die Marktkapitalisierung auf rund 32 Milliarden US-Dollar katapultiert hat. Doch angesichts einer Bewertung, die Analysten teils als überzogen warnen, stellt sich die Frage: Wie nachhaltig ist dieser vertikale Anstieg?
Milliarden-Deal in Wyoming
Verantwortlich für die Kursexplosion ist die behördliche Genehmigung für ein riesiges Rechenzentrumsprojekt in Wyoming. Die geplante 1,8-Gigawatt-Anlage soll zu einem wesentlichen Teil mit Festoxid-Brennstoffzellen von Bloom Energy betrieben werden. Morgan Stanley schätzt, dass allein dieses Vorhaben in den kommenden Jahren rund 3 Milliarden US-Dollar Umsatz in die Kassen spülen könnte.
Passend dazu kündigte der Energieversorger American Electric Power (AEP) eine Vereinbarung über 2,65 Milliarden US-Dollar zum Erwerb von Brennstoffzellen an. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieser Deal direkt mit dem Infrastruktur-Ausbau für Künstliche Intelligenz in Wyoming verknüpft ist.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Genehmigung für 1,8 GW Rechenzentrum in Wyoming
- 2,65 Milliarden US-Dollar AEP-Übernahmevereinbarung
- Erwarteter Umsatzschub von ~3 Milliarden US-Dollar durch 900 MW Leistung
- Sicherung einer Kreditlinie von 600 Millionen US-Dollar durch Wells Fargo
- Clear Street erhöhte das Kursziel von 58 auf 68 US-Dollar
Bewertung am Limit?
Der rasante Anstieg hat die Aktie in eine extrem hohe Bewertungsregion befördert. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 125 auf Basis der Gewinnschätzungen gehört der Titel zu den teuersten Werten im Energiesektor. Die Handelsspanne der letzten 52 Wochen verdeutlicht die Dynamik: Von einem Tief bei 15,15 US-Dollar im April schoss der Kurs auf zeitweise fast 148 US-Dollar im November – ein Schwung von fast 900 Prozent.
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Trotz der Euphorie bleibt die Wall Street skeptisch. Die Bank of America hält an ihrer Verkaufsempfehlung fest und warnt, dass Investoren „fünf Jahre Perfektion“ vorwegnehmen würden und unverbindliche Ankündigungen bereits als garantierte Aufträge handelten. Auch BMO Capital bleibt mit einem Kursziel von 136 US-Dollar und dem Rating „Hold“ vorsichtig und verweist auf Unwägbarkeiten bei der langfristigen Rentabilität des Servicegeschäfts.
Operative Expansion und Ausblick
Das Unternehmen reagiert auf die Nachfrage mit einer geplanten Ausweitung der Produktionskapazität auf 2 Gigawatt in diesem Jahr. Die Anlage in Fremont bietet sogar Potenzial für bis zu 5 Gigawatt. Finanziell stützt sich Bloom auf Barreserven von rund 595 Millionen US-Dollar (Stand 30. September) und konnte die Kosten zuletzt jährlich um etwa 10 Prozent senken.
Am 26. Februar wird Bloom Energy seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Analysten rechnen für 2025 mit einem Jahresumsatz von rund 1,9 Milliarden US-Dollar und prognostizieren für 2026 einen Anstieg auf 2,46 Milliarden US-Dollar. Ob diese Wachstumsaussichten ausreichen, um die massive Bewertung fundamental zu untermauern, wird sich bei der kommenden Bilanzvorlage zeigen.
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