Bloom Energy hat sich zum Liebling der KI-Infrastruktur-Investoren entwickelt. Der Hersteller von Festoxid-Brennstoffzellen liefert Rechenzentren Strom in Wochen statt Jahren — ein Alleinstellungsmerkmal, das die Aktie seit Anfang 2025 um über 600 Prozent nach oben getrieben hat. Doch hinter den beeindruckenden Wachstumszahlen lauern Fragen zur Bewertung und Profitabilität, die zunehmend laut werden.
Rekorderlöse mit einem Haken
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Bloom Energy einen Rekordumsatz von 2,02 Milliarden Dollar — ein Plus von 37,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren vor allem die explodierende Nachfrage aus KI-Rechenzentren sowie dem Industrie- und Gewerbebereich. Im vierten Quartal allein flossen 777 Millionen Dollar in die Kasse, ebenfalls ein Rekord.
Das Ergebnis je Aktie von 0,45 Dollar übertraf die Konsensschätzung von 0,25 Dollar deutlich. Gleichzeitig wies das Unternehmen unter GAAP-Bilanzierungsregeln eine negative Nettomarge von 4,37 Prozent aus — trotz Rekordumsatz blieb unterm Strich ein Verlust. Immerhin: Bloom erzielte zum zweiten Mal in Folge einen positiven freien Cashflow von 113,9 Millionen Dollar.
Für 2026 hat das Management die Umsatzprognose auf 3,1 bis 3,3 Milliarden Dollar angehoben — weit über der Wall-Street-Erwartung von 2,58 Milliarden Dollar. Das Auftragspolster untermauert diese Ambition: Der Gesamtauftragsbestand liegt bei rund 20 Milliarden Dollar, der Produktauftragsbestand bei etwa 6 Milliarden Dollar, was einem 2,5-fachen Jahreswachstum entspricht.
Bewertung und Insiderverkäufe sorgen für Gesprächsstoff
Die Kehrseite des Kursanstiegs zeigt sich in der Bewertung. Das bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 165, das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 16 — gegenüber einem Fünfjahresdurchschnitt von 3. Bank of America warnt, dass die Brookfield-Partnerschaft — ein strategischer 5-Milliarden-Dollar-Deal, bei dem Bloom zum bevorzugten Stromlieferanten für KI-Fabriken wird — noch in einem frühen Stadium sei und die aktuelle Bewertung kaum Aufwärtspotenzial lasse.
Auch die Analystenlandschaft ist gespalten. Morgan Stanley sieht das Kursziel bei 184 Dollar und stuft die Aktie mit „Overweight“ ein, während Truist Financial lediglich 68 Dollar für angemessen hält. Zacks Research stufte das Papier zuletzt von „Strong Buy“ auf „Hold“ zurück.
Hinzu kommt: CEO KR Sridhar verkaufte am 24. Februar 200.000 Aktien zu durchschnittlich 170 Dollar — ein Gesamtvolumen von 34 Millionen Dollar. Sein Anteil am Unternehmen sank damit um 8,37 Prozent. Institutionelle Investoren halten weiterhin 77 Prozent der Aktien.
Kapazitätsausbau als Schlüssel
Bloom plant, seine Fertigungskapazität bis Ende 2026 von 1 GW auf 2 GW zu verdoppeln. Das ist notwendig, um die Nachfrage zu bedienen — aber auch kapitalintensiv. Die Bilanz zeigt rund 2,5 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln, denen Gesamtverbindlichkeiten von 3,6 Milliarden Dollar gegenüberstehen.
Analysten erwarten, dass Bloom seinen GAAP-Gewinn je Aktie von 0,96 Dollar im Jahr 2026 auf 2,50 Dollar im Jahr 2027 und 4,31 Dollar bis 2028 steigern kann. Ob diese Prognosen aufgehen, hängt maßgeblich davon ab, ob der Kapazitätsausbau reibungslos verläuft und die Nachfrage aus dem Rechenzentrumsmarkt anhält — strukturell gestützt durch ein erwartetes US-Stromwachstum von 2,5 Prozent jährlich über das nächste Jahrzehnt.
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