Bloom Energy hat in den vergangenen Monaten einen Kurslauf hingelegt, der selbst im KI-Hype-Umfeld heraussticht. Jetzt prallt die Story auf eine unangenehme Kombination aus Gewinnsorgen, Überhitzungssignalen und hohen Erwartungen an die anstehenden Zahlen. Genau hier entscheidet sich, ob aus der KI-Fantasie ein belastbares Wachstumsthema wird.
Nach Rally setzt erste Gegenbewegung ein
Nach einer extrem starken Phase mit Kursgewinnen von knapp 59 % in den letzten 30 Tagen hat die Aktie zuletzt spürbar Luft abgelassen. Gestern schloss der Titel bei 145,63 US‑Dollar und büßte damit einen Teil der jüngsten Gewinne ein, während die großen US‑Indizes zulegen konnten.
Damit ist die rasante Aufwärtsbewegung vorerst gestoppt. Hintergrund: Ein Teil der Anleger nimmt nach der Kursvervielfachung Gewinne mit, andere beginnen, die hohe Bewertung vor den Quartalszahlen kritischer zu hinterfragen.
KI-Deals als Kurstreiber
Der starke Anstieg war klar getrieben von einer Reihe großer Aufträge im Umfeld künstlicher Intelligenz. Bloom Energy hat milliardenschwere Verträge für seine Brennstoffzellen mit Unternehmen wie American Electric Power und Brookfield abgeschlossen.
Der Kern der Story:
Neue Rechenzentren für KI-Anwendungen verschlingen enorme Mengen an Energie. Viele bestehende Stromnetze stoßen hier an Kapazitätsgrenzen. Dezentral installierte, vor Ort erzeugte Energie – wie sie Brennstoffzellen bieten – wird dadurch für Betreiber deutlich attraktiver.
Diese Konstellation hat die Fantasie angefacht, Bloom könne sich als wichtiger Profiteur des KI-Infrastrukturbooms etablieren. Die Folge war eine Kursrally, die die Aktie innerhalb von zwölf Monaten um mehr als 400 % nach oben katapultiert und sie deutlich über ihre mittelfristigen Durchschnittskurse gehoben hat.
Technik zeigt klare Überhitzung
Die Geschwindigkeit des Anstiegs hat jedoch Spuren im Chart und in den Indikatoren hinterlassen.
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Auffällig sind vor allem:
- Der Kurs liegt rund 44 % über dem 100‑Tage-Durchschnitt, was auf außergewöhnlich starken mittelfristigen Momentumdruck hindeutet.
- Gegenüber dem 200‑Tage-Durchschnitt ergibt sich sogar ein Plus von über 130 % – ein Extremwert, der selten lange ohne Gegenbewegung bestehen bleibt.
- Der 14‑Tage‑RSI notiert mit 92,1 deutlich im überkauften Bereich und signalisiert kurzfristig ein sehr hohes Rückschlagrisiko.
Diese Kombination legt nahe, dass die jetzt einsetzende Korrektur weniger eine fundamentale Absage an die KI-Story ist, sondern zunächst eine technische Bereinigung nach einem Übertreibungslauf.
Hohe Erwartungen an die Quartalszahlen
Die nächste große Bewährungsprobe steht bereits fest: Am 5. Februar 2026 legt Bloom Energy die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor.
Wesentliche Punkte aus den aktuellen Prognosen:
- Umsatz: Erwartet werden rund 649 Mio. US‑Dollar, mehr als 13 % über dem Vorjahresquartal – also ein klares Wachstumssignal.
- Ergebnis je Aktie: Hier rechnen Analysten hingegen mit einem Rückgang auf 0,25 US‑Dollar, was einem Minus von fast 42 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Damit rückt die Profitabilität in den Mittelpunkt. Der Markt will sehen, ob die neuen Großaufträge und das KI-getriebene Nachfrageumfeld nicht nur für satte Umsatzzuwächse sorgen, sondern auch die Margen stützen können.
Fazit: Bewährungsprobe Anfang Februar
Die Aktie ist innerhalb eines Jahres aus dem Penny-Segment praktisch in eine neue Größenordnung vorgestoßen, notiert nur wenige Prozent unter ihrem 52‑Wochen-Hoch und weit über allen wichtigen Durchschnittslinien. Gleichzeitig deuten RSI und Abstand zu den gleitenden Durchschnitten klar auf Überhitzung hin.
Die Quartalszahlen am 5. Februar werden daher zum entscheidenden Test: Gelingt es Bloom Energy, das erwartete Umsatzwachstum mit einer überzeugenden Ertragsentwicklung zu untermauern, könnte die KI-Story fundamentalen Rückhalt bekommen. Fallen Margen und Gewinne dagegen deutlich schwächer aus als erhofft, dürfte die laufende Korrektur weiter an Fahrt gewinnen und einen Teil der vorweggenommenen Fantasie wieder aus dem Kurs nehmen.
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