Die Aktie von Bloom Energy eilt von Hoch zu Hoch. Doch was treibt den Kurs, der seit Jahresbeginn bereits um über 70 Prozent zugelegt hat? Ein neuer Bericht zur Energieversorgung von Rechenzentren und ein technologischer Erfolgsnachweis eines Konkurrenten liefern aktuell die Argumente für die Bullen, die auf eine Lösung der globalen Stromnetz-Problematik setzen.
Angst vor dem Engpass
Auslöser für das anhaltende Kaufinteresse ist der am 20. Januar veröffentlichte „2026 Data Center Power Report“ des Unternehmens. Das Papier skizziert ein massives Problem für die Infrastruktur: Allein in Schlüsselmärkten wie Texas könnte der Strombedarf von Rechenzentren bis 2028 die Marke von 40 Gigawatt überschreiten.
Die Kernaussage des Berichts ist deutlich: Die bestehenden Stromnetze werden diese Last nicht tragen können. Bloom positioniert seine Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) daher nicht mehr nur als Notstromaggregat, sondern als primäre Energiequelle für Hyperscaler, die sonst jahrelang auf einen Netzanschluss warten müssten.
Unterstützung für diese These lieferte heute, am 21. Januar, indirekt die Konkurrenz. Dispatch Energy nahm in Connecticut eine 4-Megawatt-Brennstoffzellen-Anlage in Betrieb. Zwar ist Dispatch ein eigenständiges Unternehmen, doch der erfolgreiche Start des Projekts validiert die Technologie als ernstzunehmende Option zur Netzstabilisierung. Dies stärkt das Investitionsargument für den Marktführer Bloom.
Fundament der Rally
Die aktuelle Euphorie fußt jedoch primär auf dem Großauftrag vom 8. Januar 2026. Die Vereinbarung mit American Electric Power (AEP) über die Abnahme von bis zu einem Gigawatt an Brennstoffzellen – ein Deal im Wert von rund 2,65 Milliarden US-Dollar – gilt als größter kommerzieller Auftrag der Firmengeschichte. Anleger interpretieren den neuen Rechenzentrums-Report nun als Blaupause für weitere Verträge dieser Art. Prognosen zufolge könnte bis 2035 jedes dritte Rechenzentrum auf eigene Stromerzeugung angewiesen sein.
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Analysten und Makro-Umfeld
Die Bewertung an der Wall Street bleibt trotz der Kursgewinne gemischt. Während RBC Capital und Evercore ISI (Kursziel 152 US-Dollar) die Aktie aufgrund der einzigartigen Positionierung bei der KI-Infrastruktur empfehlen, bleibt Jefferies skeptisch und hält am „Underperform“-Rating fest.
Rückenwind liefert zudem der Makro-Trend zum „Reshoring“. Investitionszusagen der Halbleiterindustrie in Höhe von über 250 Milliarden US-Dollar für US-Standorte verschärfen die Situation an den veralteten Stromnetzen zusätzlich. Chipfabriken benötigen – ähnlich wie Rechenzentren – eine absolut unterbrechungsfreie Stromversorgung, was die Nachfrage nach unabhängigen Lösungen wie denen von Bloom antreibt.
Ausblick
Mit einem Kurs nahe dem 52-Wochen-Hoch (ca. 151 USD / 138 EUR) ist bereits viel Optimismus eingepreist, was die Volatilität kurzfristig hoch halten dürfte. Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf die operative Umsetzung der ersten 100-MW-Tranche des AEP-Deals. Der entscheidende Realitätscheck folgt im Februar: Der nächste Quartalsbericht muss zeigen, ob das Unternehmen das starke Momentum auch in verbesserte Margen und Cashflows ummünzen kann.
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