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Bloom Energy Aktie: Q2-Zahlen am 28. Juli 2026

Trotz massiver Kursverluste nach Shortseller-Berichten zu China-Abhängigkeiten halten Analysten an Kaufempfehlungen fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrutsche nach Shortseller-Berichten
  • Analysten sehen Kaufgelegenheit
  • Unternehmen wehrt sich gegen Vorwürfe
  • Quartalszahlen am 28. Juli erwartet

Bei Bloom Energy tobt gerade ein handfester Streit zwischen zwei Lagern. Auf der einen Seite stehen Shortseller, die dem Brennstoffzellen-Hersteller verschwiegene Abhängigkeiten von chinesischem Scandium vorwerfen. Auf der anderen Seite bekräftigen große Analystenhäuser trotz des Kursrutsches ihre Kaufempfehlungen. Für Anleger bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit.

Die Aktie schloss am Montag bei 206,00 Euro. Binnen einer Woche verlor sie 12,71 Prozent, im Monatsvergleich sogar 13,08 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 144,68 Prozent zu Buche, auf Sicht von zwölf Monaten sogar ein Kursgewinn von 825,63 Prozent.

Zwei Shortseller-Berichte lösen den Ausverkauf aus

Der aktuelle Kursverfall begann vergangene Woche. Die Research-Firmen Hunterbrook Research und Crossroads Capital veröffentlichten Berichte, die Bloom Energy vorwerfen, seine Abhängigkeit von chinesischem Scandium heruntergespielt zu haben. Das Material ist zentral für die Festoxid-Brennstoffzellen des Unternehmens.

Die Aktie verlor daraufhin binnen einer Woche mehr als 17 Prozent. Am Sonntagabend sackte der Kurs im außerbörslichen Handel um weitere fast 5 Prozent ab, nachdem die beiden Berichte kurz hintereinander erschienen waren.

Bloom Energy wehrt sich gegen die Vorwürfe. In einer SEC-Meldung erklärt das Unternehmen, es verfüge über ausreichende Scandiumoxid-Vorräte, um aktuelle Nachfrage und Auftragsbestand zu decken. Zudem sei man nicht von China abhängig und habe volle Transparenz über die eigene Lieferkette – ausreichend, um jährlich bis zu 25 Gigawatt an Brennstoffzellen zu produzieren.

Wall Street bleibt optimistisch

Trotz des Ausverkaufs halten mehrere Analystenhäuser an ihrer positiven Einschätzung fest. Susquehanna erhöhte das Kursziel von 293 auf 298 Dollar und bestätigte die Einstufung „Positive“. UBS-Analyst Manav Gupta bezeichnete den Rückgang sogar als „attraktive Kaufgelegenheit“.

Gupta äußerte sich auch direkt zu den Lieferketten-Sorgen. Er hält die Bedenken für „übertrieben“ und verweist darauf, dass Bloom Energy ein eigenes Verfahren entwickelt habe, um sich das benötigte Scandium zu sichern.

Weitere Häuser bestätigten ihre Positionen. Baird beließ sein Kursziel am 9. Juli bei 310 Dollar und die Einstufung „Outperform“. Jefferies hob sein Kursziel am 6. Juli auf 246 Dollar an, allerdings nur mit „Hold“-Rating. Im Durchschnitt liegt das Kursziel der Analysten aktuell bei 259,50 Dollar, bei einer Einstufung „Buy“.

Auch Privatanleger zeigen sich unbeeindruckt vom Streit der Institutionellen. Auf der Plattform Stocktwits bleibt die Stimmung unter Retail-Tradern trotz des Kursrutsches mehrheitlich bullish.

Charttechnik zeigt deutliche Abkühlung

Die Kennzahlen spiegeln den Vertrauensverlust der vergangenen Wochen wider. Die Aktie notiert rund 33 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 308,50 Euro vom 25. Juni. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 244,75 Euro – auch davon hat sich der Kurs mit aktuell 206,00 Euro deutlich entfernt.

Der RSI von 40,9 signalisiert keine Überverkauft-Situation, deutet aber auf schwachen Momentum-Trend hin. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 113,25 Prozent zeigt, wie stark die Stimmung um das Papier zuletzt hin- und hergeschwankt ist.

Am 28. Juli 2026 veröffentlicht Bloom Energy nach Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Quartal. Am selben Tag folgt eine Telefonkonferenz mit dem Management. Dieser Termin dürfte zeigen, ob die Lieferketten-Vorwürfe der Shortseller fundamentale Substanz haben – oder ob sich die Einschätzung der Analysten bestätigt.

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