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Bloom Energy Aktie: Optimismus greifbar!

Neue US-Energiepolitik und regulatorische Änderungen begünstigen Bloom Energys Brennstoffzellen. Die Aktie notiert nach starkem Kursanstieg jedoch auf hohem Bewertungsniveau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Politik fördert netzunabhängige Stromerzeugung
  • Großauftrag von AEP im Wert von 2,65 Mrd. USD
  • Umsatz stieg im Q3 2025 um 57 Prozent
  • Aktie zeigt technisch überkaufte Signale

Bloom Energy setzt seine starke Kursrally fort. Rückenwind kommt von neuen energiepolitischen Impulsen aus Washington und von der Umweltbehörde EPA, die das Geschäftsmodell für netzunabhängige Brennstoffzellenlösungen zusätzlich stützen. Gleichzeitig rückt die Bewertung in Regionen vor, die kaum Spielraum für Enttäuschungen lassen.


Politik stärkt Nachfrage nach Eigenkraftwerken

Aus Washington wurden Berichte bekannt, wonach die US-Regierung den Netzbetreiber PJM Interconnection drängt, Notauktionen für zusätzliche Kraftwerkskapazität durchzuführen. PJM betreibt das größte Stromnetz der USA und versorgt rund 67 Millionen Kunden in 13 Bundesstaaten. Ziel ist es, den stark steigenden Strombedarf von KI-Rechenzentren zu bedienen und Haushalte vor zu hohen Belastungen zu schützen.

Energieminister Chris Wright und Innenminister Doug Burgum kündigten Investitionen von mehr als 15 Milliarden US‑Dollar in neue, verlässliche Grundlastkapazitäten an. Das Energieministerium betont dabei ausdrücklich „bring your own generation“-Anforderungen für Rechenzentren – also die Pflicht, eigene Erzeugungskapazitäten mitzubringen. Dieses Konzept passt direkt zum Angebot von Bloom Energy, das stationäre, netzunabhängige Brennstoffzellenlösungen liefert.

Wright begründete den Vorstoß mit der Schließung von Kohle- und Gaskraftwerken ohne hinreichenden Ersatz, was die USA in eine „Energienotlage“ gebracht habe.


EPA erschwert mobile Turbinen, Brennstoffzellen im Vorteil

Parallel dazu hat die US-Umweltbehörde EPA regulatorische Schlupflöcher für temporäre Gasturbinen geschlossen. Hintergrund sind Projekte wie der xAI‑Supercomputer in Memphis, bei denen mobile Generatoren genutzt wurden, um Netzengpässe zu umgehen. Künftig unterliegen diesel- und gasbetriebene Notstromaggregate strengeren Prüfungen und komplizierteren Genehmigungsverfahren.

Davon profitiert das Geschäftsmodell von Bloom: Die stationären Festoxid-Brennstoffzellen gelten als dauerhafte, vergleichsweise saubere Grundlastlösung, die unabhängig von überlasteten Netzen betrieben werden kann. Für Betreiber von Rechenzentren, die schnell zusätzliche Leistung benötigen und regulatorische Risiken meiden wollen, wird diese Technologie damit attraktiver.


Großauftrag von AEP und wachsende Pipeline

Zusätzliche Dynamik bringt ein bereits im Januar finalisierter Großauftrag von American Electric Power (AEP). Der Versorger hat Brennstoffzellen im Wert von 2,65 Milliarden US‑Dollar bestellt. Das Paket umfasst rund 900 MW an Festoxid-Brennstoffzellen für eine Stromerzeugungsanlage in Wyoming, abgesichert durch einen 20‑jährigen Abnahmevertrag.

Ein Analyst von Morgan Stanley schätzt, dass dieses Projekt für Bloom Energy in den kommenden Jahren etwa 3 Milliarden US‑Dollar Umsatz generieren könnte. Zusammen mit der bereits im Oktober 2025 angekündigten strategischen Partnerschaft mit Brookfield Asset Management im Umfang von 5 Milliarden US‑Dollar ist die vertraglich gesicherte Projektpipeline deutlich angewachsen.

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Bewertung und Technik auf hohem Niveau

Die Kursrally hat die Bewertungskennzahlen deutlich nach oben getrieben. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt je nach Schätzung zwischen dem 153‑ und dem 282‑Fachen. Das Verhältnis von Kurs zu Umsatz bewegt sich bei rund 19,4. Der durchschnittliche Analysten-Kurszielkonsens von etwa 121 US‑Dollar liegt spürbar unter dem aktuellen Kursniveau.

Auch technische Indikatoren signalisieren eine überkaufte Situation. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert bei 92,1. Die Aktie handelt rund 54 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt und mehr als 150 % über dem 200‑Tage-Durchschnitt.


Starke Q3-Zahlen und Ausbau der Kapazität

Operativ legte Bloom Energy im dritten Quartal 2025 deutlich zu. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 57,1 % auf 519,05 Millionen US‑Dollar. Es war das vierte Quartal in Folge mit einem neuen Umsatzrekord. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,15 US‑Dollar klar über dem Konsens von 0,08 US‑Dollar.

Das Unternehmen plant, die jährliche Produktionskapazität bis Dezember 2026 von derzeit 1 GW auf 2 GW zu verdoppeln. Laut Management bestehen dafür keine finanziellen Einschränkungen. Ende des letzten Quartals verfügte Bloom über rund 595 Millionen US‑Dollar an liquiden Mitteln und zusätzlich über eine neu vereinbarte Kreditlinie mit Wells Fargo über 600 Millionen US‑Dollar.


Ausblick: Zahlen und Großprojekte im Fokus

Der nächste wichtige Termin ist die Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 26. Februar 2026. Analysten erwarten für 2025 einen Jahresumsatz von rund 1,9 Milliarden US‑Dollar, für das Geschäftsjahr 2026 liegt der Konsens bei 2,46 Milliarden US‑Dollar.

Im Mittelpunkt stehen dabei mehrere Punkte:

  • Fortschritt beim Rollout des AEP‑Großauftrags in Wyoming
  • Konkrete Informationen zu weiteren Kooperationen mit Rechenzentrumsbetreibern wie Equinix oder Oracle
  • Details zum europäischen KI‑Fabrikprojekt im Rahmen der Brookfield‑Partnerschaft
  • Mögliche Aufstockung bestehender Aufträge von Oracle und AEP sowie potenzielle Abschlüsse mit weiteren Hyperscalern wie Google, Microsoft oder Meta

Diese Faktoren werden darüber entscheiden, ob das aktuell sehr hohe Bewertungsniveau durch weiteres Wachstum unterlegt werden kann oder ob die Rally an Dynamik verliert.

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