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Bloom Energy Aktie: Milliarden-Deal bestätigt

Bloom Energy sichert sich einen 2,65-Milliarden-Dollar-Deal mit AEP zur Stromversorgung eines KI-Datacenters. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursanstieg.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 2,65-Milliarden-Dollar-Auftrag von American Electric Power
  • Versorgung eines netzunabhängigen KI-Rechenzentrums in Wyoming
  • Aktie stieg um fast 13 Prozent nach Bekanntgabe
  • Enge Vertragsfristen bis Mitte 2026 zu erfüllen

Bloom Energy hat es schwarz auf weiß: Der Fuel-Cell-Spezialist sichert sich einen Auftrag über 2,65 Milliarden US-Dollar von American Electric Power (AEP). Die Vereinbarung wurde am Donnerstag finalisiert und katapultierte die Aktie um knapp 13 Prozent nach oben. Hintergrund ist ein gigantisches KI-Rechenzentrum in Wyoming, das komplett unabhängig vom Stromnetz mit Energie versorgt werden soll.

1 Gigawatt für die „Cheyenne AI Factory“

Der Deal hat Substanz: AEP hat die volle Option aus einer Vereinbarung vom November 2024 gezogen und ordert nun insgesamt 1 Gigawatt (GW) an Festoxid-Brennstoffzellen – 100 Megawatt (MW) waren bereits im ursprünglichen Auftrag enthalten, nun kommen weitere 900 MW hinzu. Die Anlage entsteht nahe Cheyenne, Wyoming, und trägt intern den Namen „Cheyenne AI Factory“. AEP hat parallel dazu einen 20-Jahres-Stromliefervertrag mit einem bislang nicht genannten Großkunden abgeschlossen, der die langfristige Auslastung des Projekts absichert.

Die Zahlen im Detail:

  • Auftragsvolumen: 2,65 Milliarden US-Dollar
  • Leistung: 1.000 MW (1 GW)
  • Preis pro Kilowatt: rund 2.950 US-Dollar
  • Vertragslaufzeit Stromlieferung: 20 Jahre

Analysten von Mizuho Securities merkten an, dass der implizite Preis von 2.950 US-Dollar pro Kilowatt leicht unter ihrer ursprünglichen Schätzung von 3.100 US-Dollar liegt. Dennoch bewerteten sie das Volumen als starkes Signal für die technologische Positionierung von Bloom Energy im Markt für netzunabhängige Stromversorgung.

Die KI-Infrastruktur als Wachstumstreiber

Bloom Energy profitiert massiv von einem strukturellen Problem: Herkömmliche Stromnetze können mit dem Energiebedarf neuer KI-Rechenzentren nicht Schritt halten. Netzzugänge für große Datacenter dauern oft fünf bis sieben Jahre – Zeit, die Tech-Konzerne nicht haben. Die Lösung des Unternehmens: Vor-Ort-Stromerzeugung durch Brennstoffzellen, die in Monaten statt Jahren einsatzbereit sind. Das Cheyenne-Projekt ist der bislang größte Beweis für dieses Konzept.

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Die Bewertung der Aktie bleibt jedoch heiß diskutiert. Mit einem Forward-KGV von über 1.800 hat der Markt ein extremes Wachstum eingepreist. Der 2,65-Milliarden-Deal liefert eine Rechtfertigung für diese Prämie, erhöht aber auch den Umsetzungsdruck erheblich.

Kritischer Zeitplan bis Mitte 2026

Der Vertrag enthält Bedingungen, die bis zum zweiten Quartal 2026 erfüllt sein müssen – andernfalls steht AEP eine finanzielle Kompensation zu. Dieser Zeitrahmen ist eng und macht die kommenden Monate zum Lackmustest für Bloom Energy.

Die Analystengemeinde bleibt gespalten: Mizuho hält an einem „Neutral“-Rating mit Kursziel 108 US-Dollar fest, verweist auf die Bewertungsrisiken. RBC Capital hatte das Ziel zuvor auf 123 US-Dollar angehoben, Morgan Stanley modelliert in Szenarien sogar Kurse bis 155 US-Dollar – allerdings nur bei fehlerfreier Ausführung. Technisch wird die Marke von 120 US-Dollar zur Nagelprobe: Hält das Niveau, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Ein Rückfall könnte Gewinnmitnahmen nach dem kometenhaften Anstieg auslösen.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.