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Bloom Energy Aktie: Milliarden-Aufträge beflügeln

Bloom Energy sichert sich Großaufträge im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar für die Energieversorgung von KI-Rechenzentren, was zu einem massiven Kursanstieg führte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Option für 2,65-Milliarden-Dollar-Deal mit AEP gezogen
  • Partnerschaft mit Brookfield für bis zu 5 Milliarden Dollar
  • Aktie verzeichnete enormen Kursanstieg von über 650%
  • Quartalszahlen für Q4 2025 werden im Februar erwartet

Bloom Energy hat sich in den letzten Monaten zu einem zentralen Akteur im KI-Boom entwickelt. Der Grund ist simpel: Künstliche Intelligenz benötigt massive Rechenleistung, und diese wiederum verschlingt Unmengen an Strom. Während Tech-Giganten händeringend nach zuverlässigen Energiequellen suchen, liefert Bloom Energy die Infrastruktur – und sichert sich dabei Verträge in Milliardenhöhe.

Strategische Partnerschaften als Kurstreiber

Der jüngste Optimismus am Markt fußt nicht auf bloßer Hoffnung, sondern auf konkreten Abschlüssen. Besonders ein Deal mit einer Tochtergesellschaft von American Electric Power (AEP) sorgt für Aufsehen: Anfang Januar wurde eine Option für eine 20-jährige Abnahmevereinbarung im Wert von rund 2,65 Milliarden US-Dollar gezogen. Bloom Energy liefert dabei Festoxid-Brennstoffzellen für ein Rechenzentrumsprojekt im US-Bundesstaat Wyoming.

Noch gewichtiger wiegt die Partnerschaft mit Brookfield Asset Management. Hier geht es um ein Volumen von bis zu 5,0 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der Infrastruktur von KI-Rechenzentren. Diese Entwicklung hat die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten um über 650 Prozent nach oben katapultiert, da Analysten durch die Aufträge von AEP und Quanta nun deutlich höhere Umsätze für das Jahr 2026 modellieren.

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Unabhängigkeit vom Stromnetz

Hinter diesen Deals steht ein strukturelles Problem der Tech-Branche: Der rapide Ausbau von Rechenzentren überfordert vielerorts die öffentlichen Stromnetze. Die Nachfrage nach dezentralen Energielösungen („On-Site Power“) steigt daher rasant an. Die Technologie von Bloom Energy ermöglicht es Betreibern, ihren Strom direkt vor Ort zu erzeugen. Das bietet nicht nur Schutz vor Netzschwankungen, sondern auch Planungssicherheit bei den Kosten – ein entscheidender Faktor für den Betrieb energieintensiver KI-Anwendungen.

Zahlenvorlage im Februar

Ob sich die operative Dynamik nahtlos in den Bilanzen niederschlägt, wird der kommende Monat zeigen. Am 5. Februar 2026 veröffentlicht das Unternehmen nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. In der anschließenden Telefonkonferenz dürften vor allem Details zur Umsetzung der neuen Großaufträge und deren Einfluss auf die Margen im Fokus stehen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.