Bloom Energy kennt derzeit nur eine Richtung: steil nach oben. Allein seit Jahresbeginn haben die Papiere über 40 Prozent zugelegt und markieren fast täglich neue Höchststände. Treibstoff für diese Rally ist ein gewaltiger Milliarden-Auftrag, der die Position des Unternehmens im boomenden Markt für KI-Rechenzentren festigt. Doch die extreme Bewertung ruft nun auch Kritiker auf den Plan.
Der Milliarden-Treiber
Verantwortlich für den jüngsten Kurssprung ist die deutliche Ausweitung der Partnerschaft mit American Electric Power (AEP). Der Energieversorger orderte Festoxid-Brennstoffzellen mit einer Kapazität von 900 Megawatt in einem Gesamtvolumen von rund 2,65 Milliarden US-Dollar.
Dieser Deal gilt am Markt als Bestätigung für die Technologie von Bloom Energy. Während der Ausbau herkömmlicher Stromnetze oft Jahre dauert, gelten die Brennstoffzellen als schnell einsetzbare Lösung, um den rasant steigenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren zu decken. Analysten werten den Auftrag als eines der ersten Großprojekte dieser Art, das die Skalierbarkeit der Technologie unter Beweis stellt.
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Warnung vor Überhitzung
Trotz der operativen Erfolge mahnen Experten zur Vorsicht. Die Analysten von BMO Capital behielten ihr „Market Perform“-Rating bei und wiesen auf eine mögliche Diskrepanz bei der Bewertung hin. Der Aktienkurs nehme bereits eine nahezu perfekte Umsetzung der Unternehmensstrategie für die kommenden Jahre vorweg. Auch technisch sendet die Aktie Warnsignale: Mit einem RSI von 92,1 ist der Titel extrem überkauft.
Dennoch zeigen institutionelle Anleger weiter Interesse. Wie aus SEC-Unterlagen hervorgeht, hat Elemental Capital Partners im dritten Quartal eine neue Position aufgebaut und hält nun rund 1,2 Millionen Aktien im Wert von über 100 Millionen US-Dollar – die größte Position im Portfolio der Firma.
Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den Februar 2026. Dann wird Bloom Energy seine Quartalszahlen vorlegen und muss beweisen, ob die fundamentalen Daten mit der enormen Kursentwicklung von über 540 Prozent in den letzten zwölf Monaten Schritt halten können.
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